• 07.03.2012, 12:18:36
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Frau Ministerin, Zeitarbeit verdient Anerkennung!

Branchenvertreter der Wiener Personaldienstleister zeigen sich empört über Aussagen von BM Heinisch-Hosek zum Thema "Leiharbeit" in Ministerien

Wien (OTS) - Die zuletzt von Bundesministerin Gabriele
Heinisch-Hosek gegenüber der APA getätigten Aussagen zum Thema
Zeitarbeit in Ministerien werfen ein schlechtes Bild auf alle
ZeitarbeiterInnen Österreichs: "Die Aussage, wonach ZeitarbeiterInnen
in Zukunft nicht mehr gebraucht werden, beziehungsweise "kaum mehr
möglich" sind, greift nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht zu kurz,"
so KommR Gerhard Flenreiss, Fachgruppenobmann der gewerblichen
Dienstleister Wirtschaftskammer Wien. Schließlich leisten mehr als
75.000 ZeitarbeiterInnen in Österreich tagtäglich unverzichtbare und
qualitativ hochwertige Arbeit.

"Wie viele ÖsterreicherInnen, Frau Ministerin, hätten denn ihren
Steuerausgleich nicht rechtzeitig bekommen? Wie viele Kranke wären
nicht versorgt worden, wie viele Häuser nicht gebaut - so ganz ohne
ZeitarbeiterInnen?", zeigt sich Flenreiss empört. Zeitarbeit hat
längst in nahezu allen Berufsbranchen Einzug gefunden - sei es im
Bankensektor oder bei der Müllabfuhr. Sie unterstützen
unterschiedlichste Branchen mit ihrer spezifischen Expertise, helfen
bei der Überbrückung kurzfristiger Arbeitsmarktschwankungen und sind
damit aus Österreichs Wirtschaft längst nicht mehr wegzudenken. "Wenn
man von all diesen Tatsachen ausgeht, wie kann man dann behaupten,
Zeitarbeit sei kaum mehr möglich?", fragt Erich Glaser, Vorsitzender
der Personaldienstleister in der Wirtschaftskammer Wien.

Zeitarbeit verdient Respekt!

Zeitarbeit ist nicht nur unverzichtbar für Österreichs Wirtschaft,
sie ist auch ein europäisches Best Practice Beispiel: In vielen
anderen Ländern gibt es keine vergleichbar gute Absicherung von
ZeitarbeiterInnen, auch im Nachbarland Deutschland nicht. Die
kollektivvertragliche Absicherung von ZeitarbeiterInnen schützt vor
Lohndumping und stellt gerechte Entlohnung sowie soziale Absicherung
sicher. Dafür haben sich die Branchenvertreter der ZeitarbeiterInnen
stark gemacht. "Die Wirtschaft kennt den Wert von Zeitarbeit - die
Ministerin scheinbar nicht", so Flenreiss.

Image von ZeitarbeiterInnen endlich richtig stellen

Trotz all dieser Fakten spricht die Ministerin, obwohl längst
überholt, auch noch von "Leiharbeit". "Wir stellen daher mit aller
Deutlichkeit klar: Zeitarbeit ist nicht Leiharbeit. Wir fordern
Respekt und Anerkennung für die Leistungen Österreichs
ZeitarbeiterInnen. Vor allem von der Ministerin", so Glaser. Deshalb
hat die Branchenvertretung der Zeitarbeiter schon im letzten Jahr
eine Bewusstseinskampagne mit dem Titel "Zeitarbeit verdient
Anerkennung" gestartet, die auch dieses Jahr wiederholt werden soll.
"Das ist unbedingt notwendig, denn offensichtlich ist unsere
Botschaft bei der Ministerin immer noch nicht angekommen", so
Flenreiss abschließend.

Rückfragehinweis:

KommR Gerhard Flenreiss, Fachgruppenobmann der gewerblichen Dienstleister Wirtschaftskammer Wien
   
   Wirtschaftskammer Wien, Sparte Gewerbe und Handwerk 
   Gewerbliche Dienstleister, Fachgruppe Wien
   Rudolf-Sallinger-Platz 1A-1030 Wien
   
   Telefon: +43 (0)1 514 50 2202, 2203
   Email: [email protected]

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