- 07.03.2012, 11:17:33
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Wlodkowski: Rekordernte bei Honig - Bienenschutz funktioniert
Landwirtschaftskammer: Weitere Verbesserungen für 2012 in Umsetzung
Wien (OTS) - "Im Vorjahr haben wir den Bienenschutz im
österreichischen Maisanbau nochmals entscheidend verbessert. Eine
hervorragende Honigernte 2011 und gleichzeitig starke Maiserträge
bestätigen nun unseren Weg. Aufbauend auf die Forschungsergebnisse
werden für den Anbau 2012 die Auflagen für die Maisbauern um eine
verpflichtende Fruchtfolge für den Bienenschutz erweitert. Die
Anstrengungen der bäuerlichen Interessenvertretung und der Maisbauern
selbst, die auch in Sägeräte-Umrüstungen investiert haben, werden so
weiter intensiviert. Damit sind sowohl der Bienenschutz als auch die
notwendige und von der EU her vorgeschriebene Bekämpfung des
Maiswurzelbohrers, eines aus den USA eingeschleppten gefährlichen
Maisschädlings, gewährleistet", erklärte LK Österreich-Präsident
Gerhard Wlodkowski.
Honig-Rekordernte 2011
Im Jahr 2011 konnte in weiten Teilen Österreichs ein Rekordertrag
an Honig erzielt werden. So melden beispielsweise der
oberösterreichische Imkerverband oder der Bezirk Feldbach in der
Südsteiermark höchste Erträge. "Das zeigt uns, dass auch in
intensiven Maisgebieten ein erfolgreiches Miteinander von Imkern und
Maisanbauern möglich ist und nun auch mit Fakten belegt wird",
ergänzte Wlodkowski. Denn auch bei Mais brachte das Jahr 2011
Flächen- und Ertrags-Spitzenwerte.
Keine systemische Schäden durch Maisbeizung
"Wenn man weiß, dass es über 300.000 Bienenvölker und über 300.000
ha Mais in Österreich gibt, belegen Ergebnisse der Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eindeutig, dass kein
systematisches Risiko von der Maisbeizung ausgeht", so Wlodkowski.
Alle Schutzmaßnahmen der Landwirte wurden nämlich von dem umfassenden
Projekt der AGES "Melissa" begleitet, in dessen Rahmen Imker bei
Verdacht auf Vergiftung Bienenproben einsenden konnten. Die
Ergebnisse der drei Jahre 2009 bis 2011 zeigen, dass in den
Einzeljahren nur in 47 bis 108 Bienenvölkern von insgesamt 367.000 in
ganz Österreich Rückstände von Maisbeizmitteln festgestellt wurden.
Diese Zahlen zeugen von einer signifikant rückläufigen Tendenz und
dass Beizmittel in allen drei Jahren Völkerverluste eindeutig
verhindert haben.
Darüber hinaus wurde auch die Gesundheit der Bienen mituntersucht.
Es wurden Auswinterungsschäden festgestellt, die bei einzelnen Imkern
bis zu 10% betragen. Es handelt sich dabei vor allem um
Beeinträchtigungen durch Viren, Milben und andere Schädiger, die
jährlich den Verlust von zehntausenden Bienenvölkern verursachen.
Bienenschutzmaßnahmen gesetzt
Da aufgrund der Bienenschäden in Deutschland im Jahr 2008
ausreichend bekannt war, dass die Maisbeizung bei Kontakt
bienengefährlich ist, wurden in Österreich seitdem zahlreiche
Maßnahmen gesetzt, um den Kontakt der Bienen mit den Wirkstoffen zu
verhindern. Diese beginnen bei der Beizqualität, setzen sich fort
über die Fruchtfolgeauflagen und reichen bis zum Umgang mit den
leeren Saatgutsäcken. Für all diese Bereiche wurden von Bund und
Ländern Vorschriften eingeführt, die einerseits die ausgebrachte
Wirkstoffmenge in Österreich von 2008 bis 2011 mehr als halbierten
und andererseits eine sichere Anwendung gewährleisten.
"Zu betonen ist jedenfalls, dass die Maisbeizung keinen Einfluss
auf die Produktqualität hat. Es wurden auch bei keiner einzigen Probe
in den letzen Jahren im österreichischen Honig
Pflanzenschutzmittelrückstände gefunden", stellte Wlodkowski
abschließend fest.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel 01/53441-8521, E-Mail [email protected]
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