- 07.03.2012, 10:51:10
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AKNÖ-Adler: Frauenarbeit muss neu bewertet werden
Internationaler Frauentag am 8. März lenkt Blick auf Diskriminierungen und Schieflagen
Wien (OTS/AKNÖ) - Morgen ist Internationaler Frauentag. Einer der
wenigen Tage im Jahr, an denen über Schieflagen und alltägliche
Diskriminierungen diskutiert wird. So etwa sei nicht befriedigend
geregelt, welche Arbeit wie viel wert sei, sagt AKNÖ-Vizepräsidentin
Brigitte Adler. Sie fordert eine Grundsatzdiskussion.
Zum Feiern sei ihr nicht zumute, sagt AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte
Adler. Die Frauenbewegung in- und außerhalb der Gewerkschaften habe
zwar viel erreicht - aber man müsse offen ansprechen, was bisher
nicht erreicht worden sei. "Dass Arbeit immer weniger wert ist, wenn
sie ausschließlich oder vorwiegend von Frauen erledigt wird, ist für
mich empörend." Gesellschaftspolitisch wichtige Arbeiten wie in der
Pflege oder in der Kinderbetreuung müssten entsprechend dem Wert
bezahlt werden, den sie für die Gesellschaft haben, fordert Adler.
"Wenn wir das erreichen, wäre das eine gewaltige Verbesserung. Wir
von der Arbeiterkammer werden die Gewerkschaften unterstützen, diese
Bedingungen herbeizuführen." Es wäre etwa ein Beitrag gegen die
beschämenden Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen und
brächte eine bessere soziale Absicherung für viele Frauen.
Migrantinnen sind doppelt benachteiligt
Christa Bogath, Leiterin der AKNÖ-Frauenpolitik kündigt an, die
AKNÖ-Angebote für eine besonders benachteiligte Gruppe heuer
fortzusetzen: "Unsere Erfahrungen in der frauenpolitischen Arbeit
zeigen, dass Migrantinnen doppelt benachteiligt sind. Frau mit
Migrationshintergrund zu sein, heißt, die Nachteile aus beiden
Identitäten zu bekommen: Die Benachteiligungen als Frau und als
Mensch aus einem anderen Land." Unter anderem soll die
Veranstaltungsreihe "Frauen.Leben.Vielfalt" aus dem Vorjahr
fortgesetzt werden. "Für viele Migrantinnen waren diese
Veranstaltungen ein wichtiger Kontakt zur AKNÖ und zu den
Gewerkschaften. Sie haben dort zum Teil das erste Mal ihre Probleme
ansprechen können und vielfach das erste Mal erfahren, an wen sie
sich wenden können. Das ermöglicht uns in der
ArbeitnehmerInnenbewegung nicht nur, ihnen im Einzelfall zu helfen -
so können wir auch in der Interessenpolitik gezielt auf ihre Probleme
eingehen."
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Frauenpolitik, KRin Christa Bogath
0664/39 20 123
[email protected]
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