• 06.03.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Ehrentitel "Iron Lady""

Maria Fekter gilt als "eisern", aber mehr politische Handschrift ist nicht zu erkennen.

Wien (OTS) - Eiserne Lady: Finanzministerin Maria Fekter
kokettiert mit diesem Titel. Dank Sparpaketsbeschluss, bevorstehendem
Frauentag und Oscar-prämiertem Film ist diese Bezeichnung auch recht
schmeichelhaft. Nach ihrer Kür zur Finanzministerin galt Fekter sogar
eine Zeit lang als heimliche Personalreserve, sollte Michael
Spindelegger nicht der richtige ÖVP-Spitzenkandidat für die nächste
Wahl sein.
Doch inzwischen gibt es daran berechtigte Zweifel. Nichts gegen
oberösterreichische Lautmalerei, aber Fekters mediale Auftritte sind
meist übertrieben derb. Die Grenze von der Authentizität zur
Unprofessionalität überschreitet sie zu häufig. Und wo ist ihr
politisches Profil? Eine Steuerentlastung für Familien hat Fekter
angekündigt, was angesichts der Sparvorgaben aber leider
unrealistisch ist. Weder ihre Forderung nach Schuldenbremse in der
Verfassung noch die Kürzung steuerlicher Begünstigungen für die
Frühpension (Golden Handshake) hat sie durchgesetzt. Und ob sie den
Förderdschungel lichten kann, ist auch mehr als fraglich. Offenbar
bleibt Fekter zwischen Griechenlandhilfe, Sparpaket,
Bankenverstaatlichung und Triple-A-Verlust zu wenig Zeit für die
Entwicklung einer glaubwürdigen politischen Handschrift.
Sie bleibt Maria vulgo Mitzi - nicht Maggie.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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