- 06.03.2012, 14:35:39
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BV Stenzel - Innere Stadt: Neues Projekt von der Staatsoper bis zum Graben
Ende des Reisebus-Chaos, autofreier Neuer Markt durch Tiefgarage, neue Wohnstraße

Wien (OTS) - Seit der Schaffung der Fußgängerzone in der
Kärntnerstraße sucht man nach Gestaltungskonzepten für das
angrenzende Viertel - von der Staatsoper, dem Albertina- und
Helmut-Zilk-Platz, dem Neuen Markt und der Seilergasse bis zum
Graben. Nun hat die Stadt Wien nach Beendigung eines vom Bezirk
initiierten Arbeitskreises ein umfassendes neues
Viertelentwicklungsprojekt vorgelegt, das in den nächsten Tagen den
betroffenen Bewohnern und Anrainern im Umkreis von ca. 300 Meter
(wie bei allen Befragungen dieser Art üblich) vorgelegt werden wird.
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Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel: "Seit über 30 Jahren hat man
nur über den Neuen Markt diskutiert. Jetzt liegt endlich ein völlig
anderes, umfassenderes Konzept vor, das der jahrelangen
Vernachlässigung dieses Viertels ein Ende bereiten soll. Durch dieses
Projekt entsteht parallel zur Kärntner Straße eine weitere
städtebaulich interessante Achse zwischen Staatsoper und Graben."
Neues Verkehrskonzept: Ende des Bus-Chaos - Bewohner-Parkplätze -
Wohnstraße - autofreier Neuer Markt
Kern des Konzeptes sind verkehrsberuhigende Maßnahmen, die eine
Befreiung des Albertina- und Helmut-Zilk-Platzes vom
Reisebus-Karussell vorsehen, einen autofreien Neuen Markt durch eine
neu konzipierte Tiefgarage mit völlig geänderten Ein-und Ausfahrten
in der Tegetthoffstraße, begünstigten Stellplätzen für die Bewohner
in der Tiefgarage und einer Liefer- und Ladezone für umliegende
Wirtschaftstreibende, sowie die Einführung von Bewohner-Parkplätzen
in den Seitengassen dieses Viertels. In der Tiefgarage werden von den
350 Stellplätzen ca. 100 für Bewohner zu begünstigten Tarifen bereit
stehen. Der Teil Seilergasse zwischen Billa-Corso und Graben wird zu
einer Wohnstraße. Die ungehinderte Zufahrt der Bewohner und Anrainer
in das gesamte Viertel ist trotz der zahlreichen
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen jederzeit gewährleistet.
Neue Oberflächengestaltung - Albertinaplatz, Helmut-Zilk-Platz, Neuer
Markt
Am Albertinaplatz und Helmut-Zilk-Platz wird durch eine klare
Verkehrsführung und breitere Gehsteige und Freiflächen den tausenden
Fußgängern pro Tag mehr Sicherheit und Raum gegeben. In Spitzenzeiten
passieren jede Stunde mehr als 1.000 Passanten diesen Platz. Am Neuen
Markt wird der Zugang zur Kapuzinergruft großzügig gestaltet. Der
Donner-Brunnen wird restauriert und zu einem Mittelpunkt des Platzes
werden. Neue Begrünungen beim Albertinaplatz, aber auch beim euen
Markt sind vorgesehen. Der von Autos befreite Neue Markt ermöglicht
eine attraktive Oberflächengestaltung und Raumaufteilung für die dort
vorgesehenen Schanigärten und Ruheplätze für Passanten. Auch die
Seilergasse erhält eine neue Oberflächenstruktur durch die Umwandlung
in eine Wohnstraße.
Mehr Lebens-, Wohn- und Einkaufsqualität
Durch eine Beendigung des Suchverkehrs in diesem Viertel wird sich
sowohl für Bewohner, als auch Kunden und Gäste die Lebens- und
Flanierqualität in dem Viertel erhöhen. Derzeit suchen rund 600 Autos
pro Stunde einen faktisch nicht vorhandenen Parkplatz.
Stenzel erhofft möglichst hohe Beteiligung an Befragung
"Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Chance haben, ein klares Votum
zu diesem neuen Stadtentwicklungsprojekt abzugeben. Bei der Befragung
im März 2006 ging es ausschließlich um den Neuen Markt und die damals
anders geplante Tiefgarage unter dem Neuen Markt. Jetzt geht es um
ein völlig neues Viertelentwicklungsprojekt von der Staatsoper bis
zum Graben.
Die Informationsunterlagen und Stimmzettel werden in den kommenden
Tagen per Post zugestellt. Befragt werden rund 6.000 Bewohner,
Anrainer, Geschäftsleute, Wirtschaftstreibenden, Immobilienbesitzer
usw. nach den von der Stadt Wien definierten Befragungskriterien. Die
Stimmzettel sind mit zwei fälschungssicheren Codes ausgestattet. Die
Befragungsfrist endet am 17. März 2012. Es gilt der Poststempel. Ich
hoffe auf eine möglichst hohe Beteiligung. Es geht um die Zukunft
eines ganzen Viertels in der Inneren Stadt, das in den letzten Jahren
im Verkehr erstickt ist und zum Baustofflagerplatz verkommen ist",
schloss Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel.
Labg und GR Mag. Neuhuber: Wichtige zweite Achse zwischen Staatsoper
und Graben
Der Landtagsabgeordnete Mag. Alexander Neuhuber erklärt: "Uns
allen ist klar, dass es auch Anrainer gibt, die keine Freude mit der
Neugestaltung haben. Selbst diese (wenigen) Kritikern gestehen aber
ein, dass der aktuelle Zustand im Bereich Albertinaplatz und Neuer
Markt untragbar ist.
- Der Neue Markt ist zum "Hinterhof und Abstellplatz" der Kärntner Straße verkommen. - Der bedeutenden Providentiabrunnen von Georg Raphael Donner, der "Donnerbrunnen", ist neben Taxistand und kreisenden Parkplatzsuchern kaum mehr wahrzunehmen. - Der Albertinaplatz ist für die Fußgänger und die anwachsenden Touristenströme ein bedrohliches Verkehrslabyrinth. - Bedeutende Tourismusattraktionen von Wien büßen durch die stiefmütterliche Behandlung des Areals an Attraktivität ein.
Vor allem ist zu bedenken, dass die Fußgängerströme laut den
Verkehrsplanern - Herr DI Lust kann Ihnen dazu mehr sagen - enorm
zugenommen in diesem Gebiet. In den vergangenen Jahren hat sich die
Albertina zu einem der meistbesuchten Touristenmagneten der Stadt
entwickelt.
Zählungen ergaben, dass zu den belebtesten Tageszeiten stündlich
rund 1.000 Fußgänger die derzeit stark befahrene Kreuzung am
Albertinaplatz überqueren. Parkende Reisebusse, kreisende Autos,
Taxis und Fiaker sorgen für eine bedrohliche Verkehrssituation. Im
Zuge der Neugestaltung wird für die Fußgänger durch einen Rückbau der
Straße und damit die Verbreiterung der Gehwege mehr Platz geschaffen.
Reisebussen wird die Zufahrt und das Parken am Platz dann nicht mehr
gestattet sein.
Auch viele Einwohner und in der Inneren Stadt Werktätige
frequentieren diese Achse. Wer viel im 1. Bezirk unterwegs ist weiß,
dass die Kärntner Straße sehr oft schon so überlaufen ist, dass die
Fußgänger auf diese Parallelachse ausweichen. Wir gestalten hier also
auch eine wichtige zweite Achse zwischen Staatsoper und Graben der
Wienerinnen und Wiener neu.
Profitieren werden davon vor allem auch die Geschäfte in diesem
Viertel Albertinaplatz und Neuer Markt, an denen die Passanten
derzeit vom Verkehrschaos genervt vorbeieilen und deren Schaufenster
jetzt zugeparkt sind. Deshalb sind auch ein Großteil der
Wirtschaftstreibenden in diesem Viertel ganz klar für die
Neugestaltung, weil sie nicht nur kurzfristig denken und die großen
Vorteile des Projekts für sich sehen." schloss Landtagsabgeordnete
Mag. Alexander Neuhuber.
Labg. GR Niedermühlbichler: Tiefgarage ermöglicht neue
Achsen-Gestaltung
Labg. Präsident Georg Niedermühlbichler betonte im Zusammenhang
mit den Plänen einer Neugestaltung der Achse von der Staatsoper bis
zur Seilergasse, dass die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger der
Stadt Wien angesichts der Bautätigkeiten von rund 2,5 Jahren, die für
die Neugestaltung notwendig sind, wichtig sei - insbesondere auch,
weil es sich um ein völlig anderes Projekt mit diversen
Platzgestaltungen, einer Wohnstraße und einer Tief-garage handle, die
Voraussetzung für die neue verkehrsberuhigte Achsen-Gestaltung sei.
Bewohnerparken und Stellplatz-Bilanz
"Die Tiefgarage am Neuen Markt mit insgesamt 350 Stellplätzen ist
notwendig, damit die an der Oberfläche wegfallenden Parkplätze
ersetzt und der Parkplatzsuchverkehr maximal eingedämmt werden kann",
fügte Präsident Niedermühlbichler hinzu und meinte, dass laut
vorliegendem Gutachten die erforderliche Stellplatzreduktion an den
Oberflächen rund 164 betrage - in Summe aber ein Plus von 186
Stellplätzen gegeben sei, ohne, dass die für Bewohner/Anrainer
geplanten "Anwohnerparkplätze" in den anschließenden Seitengassen
berücksichtigt seien.
"Die Bewohner und Anrainer werden aufgrund des umfassenden
Viertelentwicklungsprojektes in den nächsten zwei Wochen intensiv
informiert und um Rücksendung des mit den Unterlagen über das Projekt
übermittelten Stimmzettels gebeten. Die Informationsunterlagen mit
Stimmzettel erhalten die Anrainer im Umkreis von ca. 300 m ab heute,
Dienstag, gemeinsam mit einem Informationsfolder und können diesen
bis zum 17. März per Post retournieren".
Zur detaillierteren Information stehen im Befragungszeitraum
Expertinnen und Experten zur Verfügung. Die Ausstellung der
Bezirksvorstehung Wien Innere Stadt, im Alten Rathaus, gibt ebenso
allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit dem geplanten Projekt
auseinander zu setzen, wie die Expertenauskünfte, die auch im Rahmen
des Mobilen Bürgerdienstes der Stadt Wien angeboten werden. Der
Bürgerdienstbus wird zwei Mal während der Befragungszeit am
Albertinaplatz Station machen. Die genauen Öffnungszeiten sind im
Informationsfolder und auf der eigens installierten Website
www.albertinaplatz-neuermarkt.at zu finden.
Präsident Niedermühlbichler abschließend: "Das Bauvorhaben am
Neuen Markt wird selbstverständlich nicht ohne temporäre
Beeinträchtigung der Anrainer möglich sein. Es wurde im Zuge der
Planung aber alles getan, um den Betroffenen das Leben in dieser Zeit
zu erleichtern - wie zum Beispiel die Sicherstellung der
Zufahrtsmöglichkeit zu allen Gassen und Straßen und der Zugang zu
allen Häusern während der gesamten Bauzeit. Die zeitlich begrenzten
Einschränkungen werden aber durch den enormen Nutzen, den das gesamte
Viertel nach Beendigung der Bauphase durch die Neugestaltung der
Achse von der Staatsoper bis zum Graben um ein Vielfaches übertroffen
und kompensiert".
Alle in männlicher Form angeführten Bezeichnungen gelten auch für
Frauen und dienen der leichtern Lesbarkeit. Sie entsprechen den
geltenden Gender-Richtlinien.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Büro Stenzel, Angelika Mayrhofer-Battlogg, MSc, MBA 01/4000-01114
Martina Krejci, Assistentin Medien, 01/4000-01115
Nicole Schmidtinger, 01/4000-01119
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