- 06.03.2012, 09:05:43
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ÖAAB Wien: Pendlerinnen und Pendler unterstützen - VOR Zonen endlich erweitern
Ein Maßnahmenpaket zur Förderung des Umstiegs auf Öffis ist dringend notwendig
Wien (OTS) - Die Benzinpreise steigen ins Unermessliche und
zusätzlich ist mit 1. März 2012 das Parken in Wien empfindlich teurer
geworden. Ein Plus von knapp 70 Prozent bei den Gebühren für die
Kurzparkzonen soll die Menschen bewegen auf öffentliche
Verkehrsmittel umzusteigen. Doch die Alternativen zum eigenen PKW
sind besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den
Außenbezirken und dem unmittelbaren Umland von Wien nicht gerade
attraktiv.
An der Stadtgrenze wird's richtig teuer
"Alle reden vom Umstieg auf Öffis aber keiner macht sich Gedanken
über mögliche Begleitmaßnahmen und wie ein möglicher Umstieg den
Betroffenen schmackhaft gemacht werden kann", ärgert sich der ÖAAB
Wien Landesobmann Stellvertreter, Erol Holawatsch. Besonders
betroffen sind seiner Meinung nach Menschen, die oft nur wenige Meter
oder Kilometer von der Wiener Stadtgrenze entfernt wohnen. Denn für
die oft nur geringen Entfernungen bis nach Wien werden diese
Pendlerinnen und Pendler gehörig zur Kasse gebeten. So kommt ein
Jahresticket von einem Wiener Nachbarort wie beispielsweise
Langenzersdorf oder Purkersdorf nach Wien ab Mai 2012 auf stolze 739
Euro! Geht man weiter hinaus, zahlt man z.B. von Tulln bis Wien
1.151 Euro. "Hier sind die Vertreterinnen und Vertreter der Länder
Wien und Niederösterreich gefragt eine Lösung zu finden und die
Kernzone 100 rasch und sinnvoll zu erweitern", fordert Holawatsch.
Park & Ride - ein teures Vergnügen
Aber auch andere Maßnahmen werden notwendig sein. So gibt es am
Wiener Stadtrand viel zu wenig Park&Ride Anlagen - und diese sind,
was die Kosten anbelangt, ebenfalls nicht attraktiv. So kostet die
Jahreskarte für einen P&R Parkplatz im billigsten Fall 468 Euro, also
wesentlich mehr als die Jahreskarte der Wiener Linien. "Hier erheben
wir schon lange die Forderung nach massiven Vergünstigungen, Vorbild
sollte dabei das Münchner Modell sein, das Preisstaffelungen vom
Zentrum der Stadt nach außen hin vorsieht. Demnach würde nach diesem
Modell ein Tagesticket fürs Parken in den Wiener Außenbezirken 50
Cent am Tag kosten", so Holawatsch .
Keine wirklich attraktiven Wahlmöglichkeiten
"Es ist aber aus unserer Sicht auch ein Wahnsinn, dass es
beispielsweise in der Donaustadt, wo täglich tausende Pendlerinnen
und Pendler durchfahren , nur eine einzige Park& Ride Anlage gibt. Wo
sollen diese Menschen denn ihre Fahrzeuge stehen lassen?", fragt sich
Holawatsch und weiter: "Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
bleibt hier nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die P&R Anlagen
in Niederösterreich sind zwar kostenfrei, dafür aber oft viel zu
klein und außerdem zahlt man für die wenigen Kilometer oder Meter bis
zur Wiener Stadtgrenze ein Vermögen. Oder man fährt nach Wien weiter,
wo wiederum die Parkplätze sündhaft teuer sind." Zu Bedenken gibt
Holawatsch, dass dies sehr wohl ein Problem der Wienerinnen und
Wiener sei, denn es ginge dabei einerseits um wichtige Arbeitskräfte
für Wiener Unternehmen und andererseits wäre die Leidtragende des
massiven Verkehrsaufkommens und von illegalen Verparkungen im
Umkreis von U-Bahnendstellen die Wiener Bevölkerung.
Maßnahmenpaket für Pendlerinnen und Pendler muss geschnürt
werden
Es werden den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den Wiener
Außenbezirken oder dem Umkreis von Wien aber noch weitere Steine in
den Weg gelegt. So fahren viele Öffis in diesen Gegenden erst ab 5.
15 Uhr oder später, so ist es für Menschen mit Arbeitsbeginn 6.00 Uhr
gar nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Dienstort zu
erreichen! " Klar ist, jetzt muss rasch gehandelt und ein
umfangreiches Paket für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschnürt
werden. Unsere Forderungen liegen klar auf dem Tisch: Ausweitung der
Kernzone 100, mehr Park&Ride Anlagen und eine Preisgestaltung nach
dem Münchner Modell sowie rasche Intervallverdichtungen", erläutert
der ÖAAB Obmann Stellvertreter. Seiner Meinung nach muss endlich
Schluss sein mit dem gegenseitigen Ausspielen von WienerInnen und
NiederösterreicherInnen. "Wir können nur gemeinsam sinnvolle Lösungen
erreichen, denn derzeit leiden alle unter der Situation. Es kann aber
nicht sein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit dem
Auto unterwegs sind, zur Melkkuh der Nation werden, ohne dass
attraktive Alternativen zur Benutzung des eigenen PKW angeboten
werden", schließt Holawatsch.
Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien
Michaela Grubmüller
Pressesprecherin
Tel.: 0664/8383 247
mailto:[email protected]
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