- 05.03.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Papamonat? Papajahr!"
Schluss mit der Scheindebatte um die "Wahlfreiheit": Am Ende zählt nur Bares.
Wien (OTS) - Ein Papamonat - verpflichtend für alle? Oder
gleich drei - aber freiwillig? "Zwangsbeglückung" gegen
"Wahlfreiheit"? Im Vorfeld des Frauentags flammt eine ideologische
Scheindebatte auf, die so regelmäßig hochkommt und jäh verdämmert wie
der 8. März.
Es sei denn, es wird endlich darüber geredet, worum es geht:
Das Einkommen junger Eltern. Rot-Schwarz hat hier Ende 2010 selten
einmal einen echten Meilenstein gesetzt: Das einkommensabhängige
Kindergeld in Höhe von 80 Prozent der Letzt-Bezugs (maximal 2000
Euro für ein Jahr) schafft erstmals eine "Wahlfreiheit", die diesen
Namen verdient. Bis dahin galt zu Recht: Wer weniger verdient, kann
sich das karge Karenzgeld eher "leisten" - und das sind
überwiegend noch immer die Frauen.
Seit Vater Staat Männer-Karenz auch finanziell möglich macht,
boomt das neue Papa-Jahr (siehe Bericht Seite 3). Bis vor Kurzem
waren Männer, die sich eine Auszeit beim Kind leisteten, Exoten.
Seit das Familienministerium für ein Jahr monatlich bis zu 2000
Euro in Väter am Wickeltisch investiert, bleibt es nicht mehr
nur ein frommer Wunsch, dass immer mehr Männer in Karenz gehen. Von
wegen "Zwangsbeglückung" contra "Wahlfreiheit": Am Ende zählt
schlicht der Anreiz für Mann & Frau - in barer Münze.
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
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