- 05.03.2012, 12:42:44
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Grünewald: Koordinierte Maßnahmen aufgrund des Anstiegs HIV-Erkrankter notwendig
HIV und Risikoverhalten sollten Teil des Unterrichts in Schulen werden
Wien (OTS) - "Gewohnheit und Verdrängung sind nur zwei von vielen
Gründen des Anstiegs von HIV-Erkrankungen", warnt der
Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Die Wirkung aller
Kampagnen lässt einmal nach, auch erreichen diese immer nur einen
Teil der Bevölkerung. Niederschwellige und flächendeckende
Information könnte jedoch in der Schule erzielt werden.
Biologieunterricht und eigens geschulte SchulärztInnen, sowie die
Einbindung von klinisch tätigen ExpertInnen sollten verständliche
Informationen verpflichtend in den Unterricht bringen. Auch
spezielle Aufklärungskampagnen für Frauen sind zu entwickeln, da seit
einigen Jahren ein Anstieg der Neuinfektionen bei Frauen zu
verzeichnen ist", meint Grünewald und schlägt vor: "Die Kosten dafür
könnten sich Bund und Länder wie die Sozialversicherung teilen."
Auch die reflexartige Ablehnung von Konsumräumen für Suchtkranke wäre
auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen. Studien der EU und der Vergleich
von Konsumräumen in einigen EU Staaten zeigten signifikante Rückgänge
nicht nur von Drogentoten sondern auch von Begleiterkrankungen wie
Hepatitis und AIDS. Die soziale Betreuung, der hygienisch saubere
Umgang mit Injektionen und die Möglichkeit der kontinuierlichen
Aufklärung zeigte jedenfalls positive Ergebnisse, die ein Umdenken
nahelegen. Grünewald: "Zur Tagesordnung kann man aufgrund der Zahlen
nicht übergehen und ich fordere daher die Koordination und
Kooperation von Gesundheitsministerium, Ländern und
Sozialversicherung. Mit ExpertInnen müssen zielführende
Präventionsmaßnahmen entwickelt bzw. ausgebaut werden und auch
Maßnahmen zur besseren Früherkennung gesetzt werden."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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