- 05.03.2012, 10:45:28
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Staatssekretär Sebastian Kurz erstmals bei der Orthodoxen Bischofskonferenz in Wien
Unter dem Vorsitz des neuen orthodoxen Metropoliten von Österreich, Arsenios (Kardamakis), tagte die Orthodoxe Bischofskonferenz am 5. März 2012 in Wien
Wien (OTS) - "Der Dialog mit der Zivilgesellschaft und mit den
Religionsgemeinschaften ist integraler Teil des interkulturellen
Dialoges", betonte Staatsekretär Sebastian Kurz beim Auftakt der
Orthodoxen Bischofskonferenz, die erstmals unter dem Vorsitz des
neuen orthodoxen Metropoliten von Österreich, Arsenios (Kardamakis),
abgehalten wurde. Der Metropolit, der dem Patriarchat Konstantinopel
angehört, trat im Dezember 2011 die Nachfolge des früh verstorbenen
Metropoliten Michael Staikos an. Arsenios begrüßte die erstmalige
Anwesenheit eines Mitglieds der Bundesregierung bei der
Vollversammlung der Orthodoxen Bischofskonferenz am Fleischmarkt.
An der Bischofskonferenz nahmen die Bischöfe teil, die jeweils für
die österreichischen Gemeinden ihrer Patriarchate zuständig sind.
Unter dem Vorsitz des Patriarchats von Konstantinopel nahmen unter
anderem Erzbischof Mark (Golowkow) von Jegorjewsk (Patriarchat
Moskau), der in Berlin residierende Weihbischof Hanna Haikal
(Patriarchat Antiochien), Bischof Irinej (Bulovic) von Novi Sad
(Patriarchat Belgrad) und der in Nürnberg residierende
rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim (Joanta) an der
Bischofskonferenz teil. Unter den Anwesenden waren auch die
jeweiligen Pfarrer der orthodoxen Gemeinden in Österreich und der
Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ).
Im Rahmen dieser Vollversammlung beleuchtete Ministerialrat Anton
Stifter (Kultusamt) während seines Vortrages die rechtliche Situation
der Kirchen in Österreich. Univ.-Prof. Dr. Martin Jäggle, Dekan der
Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Wien, stellte
das geplante Master-Studium in orthodoxer Religionspädagogik vor. Des
Weiteren informierte der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin
über den Aufbau der orthodoxen Seelsorge im Bundesheer, und der
Leiter des orthodoxen Schulamtes, Branislav Djukaric, stellte die
Situation des Religionsunterrichts in Österreich dar.
Der interkulturelle Dialog hat in Österreich eine lange Tradition und
spezielle Grundlagen. Maßgebliche Teile der Orthodoxie sind in
Österreich seit langem als Kirchen voll anerkannt.
Damit gibt es eine Schutzfunktion des Staates gegenüber den
anerkannten Kirchen. Gleichzeitig muss der Staat diese aber auch in
die gesellschaftliche Pflicht nehmen. Aus diesem Grund pflegen
staatliche Institutionen, wie das Staatssekretariat, einen engen
Dialog mit den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften.
"Eine wesentliche Voraussetzung, um in Österreich Integration
erfolgreich zu gestalten, ist der Konfessionen übergreifende
Gedankenaustausch. Dadurch wird das gute Zusammenleben aller
Menschen, ungeachtet ihrer Konfession, gefestigt", sagte der
Staatssekretär.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Integration Pressereferat 1010 Wien, Minoritenplatz 9 Tel. +43 1 53126-7005 mailto:[email protected]
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