- 02.03.2012, 12:43:28
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Darabos: Einsparungen durch Verwaltungsreform und Strukturreform
Das Bundesheer leistet seinen Beitrag zur Budgetkonsolidierung, die Einsatzfähigkeit ist davon nicht betroffen
Wien (OTS/SK) - Für das Österreichische Bundesheer kündigte
Verteidigungsminister Norbert Darabos weitere Verwaltungsreformen und
Strukturreformen mit Einsparungswirkungen an. Somit werde auch das
Österreichische Bundesheer seinen Beitrag zur Budgetkonsolidierung
leisten, erklärte Darabos anlässlich einer Pressekonferenz am Freitag
in Wien. Die Verwaltungsreform beinhaltet insbesondere ein
Personalpaket, im Zuge der Strukturreform werden schwere Panzer
eingespart und das Sanitätswesen von Grund auf reformiert. Mit der
Ausarbeitung der Reformmaßnahmen hat der Verteidigungsminister, auf
Vorschlag des Generalstabschefs, Generalleutnant Othmar Commenda
betraut. ****
"Das Bundesheer wird bei den Reformen einen Gang höher schalten. Im
Interesse des Österreichischen Bundesheeres und seiner Bediensteten,
im Interesse der Landesverteidigung und im Interesse des
Staatsganzen", erklärte der Verteidigungsminister. Sie haben keine
Auswirkungen auf die operativen Einsätze. "Das Österreichische
Bundesheer wird auch in den kommenden Jahren zu 100 Prozent seine
Aufgaben im Katastrophenschutz, bei sonstigen Assistenzeinsätzen und
im Auslandseinsatz erfüllen", so Darabos.
Die Schwerpunkte der Verwaltungsreform und Strukturreform
Die Verwaltungsreform, so Darabos, beinhalte drei Schwerpunkte: Den
Ausbau des Personaltransfers in andere Ministerien, den Aufnahmestopp
im Bereich der Verwaltung und Änderungen bei der sogenannten "41.
Wochenstunde". "Durch den Personaltransfer und den Aufnahmestopp
werden wir unseren Personalstand bis 2016 um cirka 2.100 Mitarbeiter
reduzieren. Dies erfolgt durch Nicht-Nachbesetzen und natürliche
Abgänge", legte der Minister dar. Ausgenommen vom Aufnahmestopp sind
350 Zeitsoldaten und 250 Unteroffiziere und Offiziere jährlich.
"Damit stellen wir weiterhin die nötige Manpower sicher, wo wir sie
brauchen - bei der Truppe. Reduziert wird bei der Verwaltung", so
Darabos. Die "41. Wochenstunde", geschaffen für Ausbildner bei der
Truppe, wird es nicht mehr pauschal für alle Bediensteten des
Österreichischen Bundesheeres geben. "Auch hier wird es für die
Truppe - also für die jungen Soldaten im Außendienst eine Ausnahme
geben", sagte Darabos. Nichts ändern wird sich für die
Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten.
Im Bereich der Strukturreformen bringe allein die Reduktion der
Panzer und des schweren Geräts auf etwa 2/3 der Bestände jährliche
Einsparungen im Betrieb von 15 Millionen Euro und einmalige
Verkaufserlöse von 17 Millionen. Das Sanitätswesen werde neu
strukturiert, die Militärspitäler werde es in jetziger Form nicht
mehr geben, zu gering sei deren Auslastung gewesen. "Es werden
bestimmte Felder im ambulanten Bereich zu definieren sein, die wir
für den Einsatz brauchen, wie zum Beispiel Impfzentren, andere werden
wir gänzlich schließen", kündigte Darabos an. (Schluss) gd
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