- 02.03.2012, 11:51:39
- /
- OTS0130 OTW0130
Budgetkonsolidierung - Darabos leitet weitere Reformen ein
Projekt-Team mit Ausarbeitung betraut - Aufnahmestopp: Ausnahmen für die Truppe erreicht
Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos leitet
weitere Reformen im Bundesheer ein. Er betraut ein Projekt-Team mit
der Ausarbeitung der im Zuge des Sparpakets anstehenden Reformen im
Verteidigungsressort. Die Leitung dieses Teams wird, auf Vorschlag
des Generalstabschefs, Generalleutnant Othmar Commenda übernehmen.
"Wir haben bereits erfolgreich Reformen gesetzt. Jetzt werden wir
noch einen Gang höher schalten, um das Bundesheer fit für die Zukunft
zu machen", sagte Darabos bei einer Pressekonferenz am Freitag.
Darabos präsentierte auch ein 3-Punkte-Personalpaket, das neben dem
Ausbau von weiteren Personaltransfers in andere Ministerien auch
einen Aufnahmestopp in der Verwaltung und Änderungen bei der 41.
Wochenstunde vorsieht.
Durch den Aufnahmestopp und weitere Personaltransfers wird der
Personalstand des Ressorts bis 2016 um ca. 2.100 Mitarbeiter, vor
allem in der Verwaltung, reduziert. Für die Truppe gibt es jedoch
eine Ausnahme vom Aufnahmestopp: "Ich in Verhandlungen erreicht, dass
wir weiterhin 350 Zeitsoldaten sowie 200 Unteroffiziere und 50
Offiziere pro Jahr aufnehmen können", berichtete Darabos. Damit sei
die "nötige Manpower für die Truppe" sichergestellt und auch der
Fortbestand der Pilotprojekte gewährleistet.
Änderungen werde es auch bei den verlängerten Dienstplänen, also der
41. Wochenstunde geben, so Darabos. Ziel sei es, sie nicht mehr jedem
pauschal auszuzahlen, sondern gezielt wo sie gebraucht werde. "Das
ist nicht nur effizienter, sondern auch gerechter. Wir werden dafür
sorgen, dass diejenigen, die bei der Truppe sind nicht schlechter
gestellt werden", betonte Darabos.
Die Heeresspitäler werde es in der jetzigen Form nicht mehr geben, so
der Minister. "Es kann nicht sein, dass wir sündteure Bettenstationen
betreiben, die nur zu fünf Prozent ausgelastet sind", sagte Darabos.
Das Sanitätswesen im Bundesheer solle bis Mitte 2013 neu strukturiert
werden. "Ich kann mir eine Umwandlung in Ambulanzzentren gut
vorstellen", so der Minister. So könnte an bestimmte Felder
herausgreifen, die für den Einsatz nötig sind und daher weiter
aufrechterhalten werden sollten.
Darabos betonte, dass trotz der nun notwendigen Einsparungen die
Einsatzfähigkeit des Bundesheeres bestehen bleibt. "Das
Österreichische Bundesheer wird auch in Zukunft zu 100 Prozent seine
Aufgaben beim Katastrophenschutz und bei Einsätzen im In- und Ausland
erfüllen", sagte der Minister.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 050201-1020145
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA






