• 01.03.2012, 17:00:33
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Ungeliebte Muslime"

Türken integrieren sich schlechter als andere. Aber wer ist daran schuld?

Wien (OTS) - Klingt türkisch, ist aber mühlviertlerisch: "Woki
mit deim Popo". Welche Diskussionen hätte es gegeben, wenn Österreich
die austro-türkische Rapperin Esra zum Song Contest geschickt hätte?
Österreich und die Türken - eine schwierige Beziehung. Inan Türkmen,
ein junger Österreicher mit türkischen Wurzeln, gießt gerade Öl ins
Feuer. Er schreibt in seinem Buch: "Egal, ob ihr uns mögt oder nicht
- am Ende werden wir in Europa bestimmen." Das weckt tiefsitzende
Ängste, die durch Studien bestätigt werden. Eine neue Umfrage zeigt,
dass sich viele junge deutsche Muslime nicht an die Regeln ihres
Gastlandes anpassen wollen (siehe Seite 6).
Aber stärken "Eingeborene" diese Tendenzen nicht auch mit ihrer
Verachtung gegenüber Ausländern, speziell Muslimen? Es gibt zu
denken, wenn der erwähnte Autor über den Alltagsrassismus in
Österreich erzählt. Die Reaktion ist eine "Ich zeig's euch"-Haltung:
Im besten Fall führt sie zu hohen Leistungen. Im schlechtesten zu
Rückzug und Hinwendung zu radikalen Gruppen. Die Ursachen fehlender
Integration einiger (aber nicht aller!) Muslime sind Religion und
mangelnde Bildung (weil Zuwanderer oft aus armen Regionen kommen) -,
aber natürlich auch das Verhalten der "Mehrheitsgesellschaft".

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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