- 01.03.2012, 13:02:49
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BM Stöger und LHStv Kaiser: Wir schützen die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass auch in Zukunft bestmögliche, für alle frei zugängliche Gesundheitsversorgung zur Verfügung steht
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Gesundheitsreform und ihre Auswirkungen
auf Kärnten standen heute, Donnerstag, im Mittelpunkt einer
gemeinsamen Pressekonferenz von Bundes-Gesundheitsminister Alois
Stöger und Kärntens Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LHStv.
Peter Kaiser. Wichtigstes Fazit: Kärnten hat dank der über Jahre
vorausschauenden Gesundheitspolitik das Fundament dafür gelegt, dass
der Schutz der Gesundheit der Menschen durch ein hochwertiges, frei
zugängliches Gesundheitsversorgungssystem auch in Zukunft gesichert
ist.
Die von Stöger in Ausarbeitung befindliche Gesundheitsreform
umfasst drei Säulen: die erfolgte und weiter laufende langfristige
Sicherung der Krankenkassen, die Reform des niedergelassenen Bereichs
durch die Ermöglichung der Gruppenpraxen, die u.a. für Ärzte neue
Kooperationsmöglichkeiten und für Patienten eine noch bessere
Versorgung durch kürzere Wartezeiten und bessere Verfügbarkeit
ermöglicht, sowie drittens die Spitalsreform.
"Wir wollen das Wachstum der öffentlichen Ausgaben für die
Gesundheitsversorgung schrittweise bis 2016 an das nominelle
BIP-Wachstum von 3,6 Prozent angleichen", gibt Stöger die Richtung
vor. Der wichtige Grundsatzbeschluss zu einem partnerschaftlichen
öffentlichen Gesundheitssystem sei vor kurzem ebenso erfolgt wie der
Beschluss zur Festlegung von nominellen Ausgabenobergrenzen für die
öffentlichen Gesundheitsausgaben.
Kaiser erläuterte die Entwicklungen in der Kärntner
Gesundheitsversorgung. "Wir liegen bei der Anzahl der Betten mit
3.440 bereits jetzt voll im Plan und sind anderen Bundesländern
voraus. Außerdem haben wir im Vergleich zu anderen Bundesländern die
Akutgeriatrie, einen der wesentlichsten Behandlungsbereiche für die
Zukunft, bereits voll ausgebaut. Und wir konnten die Kosten pro
Belagstag auf 718 Euro reduzieren, während der Österreichdurchschnitt
bei 808 Euro liegt. Damit gehören wir neben Vorarlberg und Salzburg
zu den Top-3-Bundesländern", erklärte Kaiser, der auch darauf
verwies, dass die Kärntnerinnen und Kärntner vergleichsweise weniger
Krankenhausaufenthalte verzeichnen als der Österreichschnitt. In
Kärnten seien es 289 Aufenthalte je 1.000 Einwohner, österreichweit
300.
Um die Gesundheitsversorgung der Kärntner Bevölkerung noch weiter
zu verbessern, schlug Kaiser dem Gesundheitsminister die Durchführung
eines Pilotprojektes am Klinikum Klagenfurt vor: "Um die
Spitalsambulanzen zu entlasten und den Patienten noch schneller und
effektiver die entsprechenden Behandlungen zukommen zu lassen, sollte
eine Allgemeinmedizinische Praxis mit erweiterten Öffnungszeiten
direkt im Krankenhaus bzw. am Krankenhausgelände eingerichtet
werden", so Kaiser.
Zudem sei es aus seiner Sicht dringend notwendig, dass die
KABEG-Verantwortlichen ihrer Zustimmung nach der von Kaiser
geforderten Personalaufstockung von 20 Ärzten und 50
Pflegefachkräften auch Taten folgen lassen. "Nur gemeinsam können wir
das Grundrecht der Menschen auf die beste, frei zugängliche
Gesundheitsversorgung schützen. Partei- und standespolitische
Überlegungen dürfen dabei keinen Platz haben", forderte Kaiser alle
am Gesundheitsversorgungsprozess beteiligten Politiker und Vertreter
von Institutionen wie der Ärztekammer zu einem gemeinsamen Bekenntnis
zur Zusammenarbeit auf.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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