• 01.03.2012, 12:20:26
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"Holen Sie Ihr Geld zurück!" (2)

AK-Präsident Goach: "Mehr Gerechtigkeit durch Steuerreform und Besteuerung von Vermögen!"

Klagenfurt (OTS) - "Das Steuersystem in Österreich ist ungerecht,
die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.
Arbeit ist viel zu hoch und Kapital viel zu niedrig besteuert",
betont AK-Präsident Günther Goach und fordert mehr Gerechtigkeit
durch eine Steuerreform und durch eine stärkere Besteuerung von
Vermögen.

Zwei Drittel der Steuern zahlen in Österreich Arbeitnehmer und
Pensionisten. Für das Jahr 2011 kassierte das Finanzministerium 21,8
Milliarden Euro Einnahmen aus der Lohnsteuer und 23,4 Milliarden Euro
aus der Umsatzsteuer. Ein Drittel der Gesamteinnahmen kommt aus
Steuern, etwa auf Gewinne, Sprit, Vermögen und aus sonstigen Steuern.
Hier hat der Staat insgesamt 24,7 Milliarden Euro eingenommen. Die
oberen zehn Prozent dagegen haben in Österreich ein Vermögen von
geschätzten 800 Milliarden Euro und zahlen kaum Steuern.

Die Arbeiterkammer hat die Auswirkungen des Sparpaketes auf ihre
Mitglieder analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die steuerlichen
Maßnahmen im Großen und Ganzen ein Schritt in die richtige Richtung
sind, aber noch nicht ausreichen. "Die Reichen zahlen weiterhin zu
wenig", betont Präsident Goach und fordert, dass die großen Vermögen
ab einer Million Euro Nettovermögen mehr zur Steuerleistung beitragen
müssten, als es derzeit der Fall ist. Das sei bei diesem Sparpaket
noch nicht geglückt.

"Grundsätzlich ist es positiv, dass auf die Erhöhung von
Massensteuern verzichtet wird", unterstreicht Goach. Die
strukturellen Defizite des österreichischen Steuersystems - hohe
Belastung des Faktors Arbeit, niedrige des Faktors Kapital sowie die
mangelnde Umverteilungswirkung des Abgabensystems werden allerdings
nicht beseitigt.

Die vorgesehene Finanztransaktionssteuer sei ebenfalls ein Schritt
in die richtige Richtung. Für den Fall, dass in nächster Zeit keine
europäische Lösung zustande kommt, fordert die AK Kärnten eine
nationale Lösung: die Wiedereinführung der 2001 abgeschafften
Börsenumsatzsteuer oder eine ähnliche Maßnahme.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Fax: 050 477-2400
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at

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