- 29.02.2012, 12:02:12
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ORF-III-Kunstraum mit Dreissingers "artgenossen.minutenportraits" und "Inside Brüssel" mit Fokus Russland
Am 1. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF
Wien (OTS) - Der ORF-III-Kunstraum bietet Künstlerinnen und
Künstlern eine Plattform für deren Arbeiten und lässt sie autonom
über Inhalt und Form ihrer Kunstwerke, die in ORF-III-Programmnähten
visuell auffällig positioniert werden, entscheiden. Anlässlich der
Grazer Diagonale stehen ab Donnerstag, dem 1. März 2012, täglich um
10.05, 12.05, 16.55, 18.03, 20.13 und 22.45 Uhr die Arbeiten eines
herausragenden Vertreters der österreichischen Fotoszene im
Mittelpunkt. Sepp Dreissinger ist ein genauer Beobachter und Meister
des richtigen Augenblicks. Sein filmisches Kunstprojekt
"artgenossen.minutenportraits" wurde im Jahr 2006 als beste Kurzdoku
beim Grazer Filmfestival ausgezeichnet.
Das Kunstprojekt "artgenossen.minutenportraits"
Sepp Dreissinger gibt seinen Darstellern keine Möglichkeit zur
Selbstinszenierung, was seinen Bilder einen Grad an Authentizität
verleiht und über die vermeintliche Realität der Fotografie
hinausgeht. Aus Berühmten und Schwierigen werden reale Menschen. ORF
III Kultur und Information präsentiert mit Sepp Dreissingers
Künstlerporträts, frei von Stilisierung und hohlen Posen,
unabdingbare Zeitdokumente. Der gebürtige Vorarlberger sieht mit
seiner Digitalkamera malenden, schreibenden und denkenden Menschen
beim Schweigen zu, jeweils eine Minute lang. Persönlichkeiten wie
Alfred Komarek, Peter Simonischek, Werner Raditschnig, Oswald
Tschirtner, Eva Jantschitsch, Franz Ringel, Barbara Albert, Otto
Lechner, Bernhard Paul, Caroline Peters und Teresa Weißbach setzten
sich dem Blick Sepp Dreissingers aus.
Der im Jahr 1946 in Vorarlberg geborene Sepp Dreissinger studierte
Musik am Mozarteum in Salzburg und war im Jahr 1981 maßgeblich an der
Gründung der Salzburger Galerie Fotohof beteiligt. Bekannt wurde er
u. a. als Hausfotograf zahlreicher Künstlerpersönlichkeiten wie
Thomas Bernhard, Arnulf Rainer, Maria Lassnig und Elfriede Jelinek.
Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich Sepp Dreissinger auch verstärkt
mit dem Medium Film. Sein außergewöhnliches Kunstprojekt
"artgenossen.minutenportraits" wurde im Jahr 2006 mit dem 1. Preis
beim Grazer Filmfestival Diagonale als beste Kurzdoku ausgezeichnet.
"Inside Brüssel" (20.15 Uhr)
Ob in der Syrienkrise, bei der Energieversorgung oder im Streit um
das iranische Atomprogramm: Wie unterscheiden sich die russischen
Interessen von jenen der Europäer? Und was bedeutet die
wahrscheinliche Rückkehr Wladimir Putins in den Kreml für die
internationale Politik? Wie wird der Kreml mit den Protesten einer
erwachenden Opposition umgehen? Auch ORF-III-Moderator Raimund Löw
richtet den Fokus seiner Themen anlässlich der bevorstehenden
russischen Präsidentschaftswahl auf Russland. "Inside Brüssel"
begrüßt er Russlands EU-Botschafter Wladimir Tschischow, den
sozialdemokratischen Fraktionschef des Europaparlaments, Hannes
Swoboda, Vanessa Mock von der britischen Tageszeitung "The
Independent" und Alain Deletroz von der "International Crisis Group".
"Weltjournal: Russland: Geheimdienst als Staat im Staat" (21.05 Uhr)
Der Terror ist nach Moskau zurückgekehrt. Direkt unter dem
Hauptquartier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, im Bahnhof
Lubjanka, sprengt sich eine von zwei tschetschenischen
Selbstmord-Attentäterinnen in die Luft. Ministerpräsident Wladimir
Putin droht den kaukasischen Terroristen unmittelbar nach den
Anschlägen mit dem Tod. Die Stunde der Geheimdienste und
Sicherheitskräften ist wieder gekommen. Die "Machthungrigen", die
ihren Aufstieg der Zugehörigkeit zum KGB-Umfeld verdanken und durch
den ehemaligen FSB-Chef Putin selbst in hohe wirtschaftliche und
politische Funktionen gekommen sind, wittern wieder Morgenluft.
Fürchten müssen sich nicht nur kaukasische Terroristen, sondern auch
Journalisten, Anwälte, Oppositionelle und Menschenrechtler. Seit
politische und wirtschaftliche Schlüsselpositionen mit ehemaligen
Geheimdienstlern besetzt sind, zieht sich eine Blutspur durch
Russland, die es seit Ende der Sowjetunion nicht gegeben hat. Der
Inlandsgeheimdienst FSB, hervorgegangen aus dem KGB, kontrolliert den
politischen Apparat. Politische Morde, wie die des ehemaligen Agenten
Alexander Litwinjenko und der Journalistin Anna Politkowskaja haben
auch in westlichen Medien Schlagzeilen gemacht. Dass auch weiterhin
Menschenrechtsaktivisten, Politiker und Journalisten unter
mysteriösen Umständen sterben, wird bei uns kaum registriert. Die
"Weltjournal"-Reportage "Russland: Geheimdienst als Staat im Staat"
zeigt, dass Russland auch unter seinem wirtschaftsliberalen
Präsidenten Alexander Medwedew ein Geheimdienststaat geblieben ist,
der den Kampf gegen den Terrorismus benutzt, um unliebsame Gegner
loszuwerden. Die Geister, die Wladimir Putin im letzten Jahrzehnt
rief, wird Russland nicht so schnell wieder los.
"Im Brennpunkt: Bosnien-Herzegowina: Ein Land ohne Zukunft?" (21.40
Uhr)
Am 5. April 2012 ereignet sich in Bosnien-Herzegowina ein besonderes
Jubiläum: 20 Jahre Unabhängigkeit. Die Spuren des Jugoslawienkrieges
sind aber bestenfalls verwischt. Tatsächlich gibt es eine Reihe von
Sozial- und Gesellschaftsprojekten, doch eine wirkliche Aussöhnung
der damaligen Kriegsgegner scheint nicht zu gelingen. Die Gräben
zwischen Serben und Bosniern sind tief. Die Grenze zwischen der
Republik Srpska und Bosnien-Herzegowina existiert nicht nur auf der
Landkarte. ORF-III-Cutterin und Filmemacherin Zorica Vilotic kennt
die Situation entlang dieser Grenze. Zwei Wochen lang hat sie mit
ihrer eigenen Kamera die dortige Stimmung eingefangen und Serben und
Bosnier zum Gespräch gebeten. 20 Jahre nach dem Krieg ist man sich
auf beiden Seiten nur in einer Sache einig: Bosnien-Herzegowina habe
keine Zukunft. Die Dokumentation "Bosnien-Herzegowina: Ein Land ohne
Zukunft?" zeigt Menschen, die sich von der Politik im Stich gelassen
fühlen.
"Das ganze Interview: Christoph Riedl im Gespräch mit Ariel Muzicant"
(22.30 Uhr)
14 Jahre lang stand er als Präsident an der Spitze der Israelitischen
Kultusgemeinde in Wien: Ariel Muzicant. Wie angekündigt gab der
gebürtige Israeli kurz nach seinem 60. Geburtstag, den er am 12.
Februar dieses Jahres feierte, seinen Rücktritt bekannt. ORF III
Kultur und Information zeigt den ehemaligen Präsidenten im Gespräch
mit Christoph Riedl in Klosterneuburgs Essl-Museum. Ariel Muzicant
blickt auf seine Amtszeit zurück und spricht über gelungene und
weniger erfolgreiche Projekte, seine Rolle in und mit der
österreichischen Innenpolitik sowie sein Engagement gegen
Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at
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