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OTS0248   28. Feb. 2012, 19:13

Naivling oder Depp - das ist die Frage (von Claudia Grabner)

Ausgabe 29. Feb. 2012


Der Vergleich macht sicher. Diesmal wirklich. Und nachhaltig. Also: 576 Millionen wird die Regierung in diesem Jahr - nach akribischem Sparpaket-Zusammengekratze - dem heimischen Bürger (Ihnen, mir, uns) aus der Tasche ziehen. Selbige Regierung verzichtet mit einem Abnicken bei der Volksbanken AG zum einen auf 700 Millionen Partizipationskapital und steigt zum anderen mit 250 Millionen plus 100 Millionen Haftung beim bankrotten Unternehmen ein. Macht 1,050 Milliarden. So gut. So unglaublich. Doch es kommt noch unglaublicher. Die Rechtfertigungsmaschinerie ist nämlich eine Unglaublichkeit per se: Wenn es etwa heißt, eine Pleite der Bank käme Österreich teurer, ist zu fragen: Warum werden mit diesem Argument nicht auch andere Firmen vor dem Zusperren gerettet? Und: Wenn man sagt, weder Steuerzahler noch Bankkunde müssten für die Rettung zahlen, weil das "eh die Banken mit höheren Bankensteuern erledigen", ist entweder der Sagende ein Total-Naivling - oder man selbst der Depp, dem man alles unterjubeln kann ...

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OTS0248 2012-02-28 19:13 281913 Feb 12 KTI0001 0177



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