• 28.02.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Michael Bachner: "Es gibt nur Verlierer"

Die teure Rettung der Volksbank AG liegt der Republik schwer im Magen.

Wien (OTS) - Die Not(-teil-)verstaatlichung der Volksbank AG und
all ihre unschönen Begleiterscheinungen wird wie jede Bankenrettung
höchst kontroversiell diskutiert. Richtig ist: Politik und
Bankenaufsicht haben wieder einmal in der Pendeluhr geschlafen, die
bedrohliche Schieflage der ÖVAG war seit Langem bekannt. Richtig ist
auch: Ob Steuerzahler, die anderen Banken - samt ihrer Kundschaft -
oder auch die Regierung selbst, es gibt nur Verlierer. Also eine
richtig ungute Lose-lose-lose-Situation, wie sie sich nur Masochisten
wünschen können.
Nun hat die Republik also ihre dritte und sicher nicht mehr
systemrelevante Pleitebank geerbt. Und wird wie bei der Kärntner Hypo
oder der Kommunalkredit auf Jahre hinaus auf dem unfreiwilligen Erbe
sitzen bleiben. Überlegenswert wäre vielleicht eine Versteigerung des
Inventars beim Dorotheum, denn spendable Käufer für mehr oder weniger
wertlose Banken werden sich in Zeiten einer Finanzkrise so schnell
keine melden. Keinesfalls sollten alte Planspiele einer Fusion der
Volksbanken mit der Bawag P.S.K. aus den verstaubten Schubladen
geholt werden. Sonst muss demnächst das vierte Institut gerettet
werden. Spätestens dann stünde das V für Verarsche.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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