OTS0190   28. Feb. 2012, 13:31

Eurovision Young Musicians 2012: Violinist Emmanuel Tjeknavorian ist Österreichs Wettbewerbskandidat

Finale live im ORF am 11. Mai im Rahmen der Wiener-Festwochen-Eröffnung


16 Jahre alt, hochbegabt und Österreichs Kandidat bei "Eurovision Young Musicians 2012": Der virtuose Violinist Emmanuel Tjeknavorian, gebürtiger Wiener mit armenischen Wurzeln, ist der rot-weiß-rote Vertreter im Jubiläumsjahr des renommierten europäischen Nachwuchswettbewerbs für klassische Musik, aus dem schon Stars wie Lidia Baich, Julian Rachlin und Julia Fischer hervorgegangen sind. Zum 15. Mal findet der alle zwei Jahre ausgetragene Bewerb heuer statt und feiert somit sein 30-jähriges Bestehen. Nach den großen Erfolgen in den Jahren 2006, 2008 und 2010 soll auch heuer wieder die Bühne vor dem Wiener Rathaus Schauplatz für das große Finale von "Eurovision Young Musicians" sein, das am Freitag, dem 11. Mai, gleichzeitig die Eröffnung der Wiener Festwochen 2012 ist. Der ORF überträgt wieder live ab 21.20 Uhr in ORF 2. Ob Emmanuel Tjeknavorian tatsächlich ins Finale einziehen kann, entscheidet sich im Semifinale, bei dem die sieben endgültigen Kandidatinnen und Kandidaten ermittelt werden - dieses findet am 5. und 6. Mai 2012 im Wiener Konzerthaus statt. Insgesamt 14 Länder nehmen heuer an dem Wettbewerb teil. Das Finale, bei dem die jungen Musiker wieder vom ORF-Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) unter der Leitung seines Chefdirigenten Cornelius Meister begleitet werden, wird in zahlreiche Länder Europas übertragen.

Tjeknavorian beeindruckte vor allem durch Technik und Musikalität

Unter insgesamt 14 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich mit einer Bandbreite an Instrumenten - von Blockflöte bis Schlagwerk - konnte der junge Geiger Emmanuel Tjeknavorian bei der österreichischen Vorausscheidung zum musikalischen EBU-Wettbewerb, die gestern im ORF-Funkhaus in Wien stattgefunden hat, überzeugen. Die fünfköpfige Expertenjury - bestehend aus Maighread McCrann (Konzertmeisterin RSO), Elke Tschaikner (Leitung Ö1 Musik), Christian Scheib (Manager RSO), Ranko Markovic (Leiter Konservatorium Wien Privatuniversität) und Raimund Langner (Musikaufnahmeleiter) - war von Tjeknavorians virtuosem Spiel, seiner Technik und Musikalität begeistert. Vor allem seine Darbietung von Ravels "Tzigane" konnte die Jury für sich gewinnen.

Mehr zur Person

Emmanuel Tjeknavorian wurde 1995 als Sohn einer Musikerfamilie in Wien geboren, ist aber in Armenien aufgewachsen, wo er mit sechs Jahren ersten Geigenunterricht bei Prof. P. Haykazyan erhielt, später war er Schüler von Prof. A. Mkrtchian. Seit September 2007 lebt er wieder in Wien und studiert bei Prof. A. Winokurow sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Professor Gerhard Schulz. Als Siebenjähriger trat Emmanuel Tjeknavorian erstmals öffentlich mit Orchester auf. Mit neun Jahren folgte seine Aufnahme als Stipendiat in die Vladimir-Spivakov-Stiftung, die ihm das Musizieren und Konzertieren in verschiedenen Ländern ermöglichte. Als Zehnjähriger gab er in Eriwan seinen ersten Soloabend und trat beim - von Maestro Vladimir Spivakov - veranstalteten, zweiten Internationalen Festival "Moskau empfängt Freunde" auf.

Tjeknavorian ist Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe, u. a. des Nussknacker- Wettbewerbs in Moskau, des Andrea-Postacchini-Wettbewerbs in Italien und des Bundeswettbewerbs Prima la Musica in Salzburg. Im September 2011 hat er beim 18. Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb den zweiten Preis errungen.

Der junge Künstler gab bereits mehrere Recitals in verschiedenen Ländern und hatte solistische Auftritte mit zahlreichen Orchestern wie dem Kammerorchester Musica Viva im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums und dem Staatlichen Symphonieorchester Russlands im Moskauer Tschaikowsky-Konzertsaal. Als Gewinner des Musica-Juventutis-Wettbewerbs wird Emmanuel Tjeknavorian in der Saison 2012/13 im Wiener Konzerthaus auftreten.

Doku "30 Jahre Eurovision Young Musicians" - Sonntag, 6. Mai, 10.20 Uhr, ORF 2

Vor dem großen Finale am 11. Mai im Rahmen der Wiener-Festwochen-Eröffnung bringt der ORF eine Dokumentation mit dem Arbeitstitel "30 Jahre Eurovision Young Musicians" - zu sehen in der "Matinee" am Sonntag, dem 6. Mai, um 10.20 Uhr in ORF 2. Diese blickt nicht nur auf die Geschichte des musikalischen Wettbewerbs zurück, der alle zwei Jahre von der Europäischen Rundfunkunion organisiert wird und europäische Jugendliche bis 19 Jahre anspricht, sondern stellt auch die Kandidatinnen und Kandidaten auf ihrem Weg ins große Finale vor.

"Eurovision Young Musicians 2012" ist eine Koproduktion von EBU, Wiener Festwochen und ORF.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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