- 28.02.2012, 13:04:20
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Europas KMU jetzt mit Wachstumsplan stärken!
UEAPME Index weiterhin auf niedrigem Level - "Wait and see" angesichts Rezessions-Ankündigungen
Wien (OTS/PWK138) - Die Rezessions-Ankündigungen für die
Euro-Zone der vergangenen Wochen schlagen sich nun auch im
Europäischen KMU Barometer nieder: Lag der Wert im Oktober
vergangenen Jahres noch bei 70,8 Punkten, verschlechterte er sich nun
im Februar ein weiteres Mal und liegt nun bei 70,5 Punkten und damit
fast gleichauf mit dem Wert des ersten Krisen-Halbjahres 2008.
"Europas kleine und mittlere Unternehmen stehen vor einer schwierigen
Situation, da die Ungewissheit über die kommende wirtschaftliche
Entwicklung sehr hoch ist. Wait and see sind die Schlagworte der
Stunde", betonte heute, Dienstag, der Leiter der
Wirtschaftspolitischen Abteilung der WKÖ, Christoph Schneider. Es
gelte jetzt mit einem gesamteuropäischen Wachstumsplan das Nötige zu
tun, um mit intelligenten Investitionen die Wirtschaft wieder
anzukurbeln.
Innerhalb Europas, so Schneider, zeichnet sich ein immer stärker
werdendes Nord-Süd-Gefälle ab: "Die Werte von Portugal, Griechenland,
Italien, Spanien und Griechenland haben sich im Verhältnis zu jene
der Rest-EU deutlich verschlechtert." Mehr denn je sei es jetzt
wichtig, anstatt auf reine Budgetkürzungen zur
Haushaltskonsolidierung auf Strukturreformen und zielgerichtete
Investitionen in Wachstumsbereiche zu setzen. Die EU sei hier
gefordert diese Punkte auf die Agenda des kommenden EU-Gipfels zu
setzen.
Laut den Ergebnissen des KMU-Barometers, das von der UEAPME, dem
europäischen Dachverband der kleinen und mittleren Unternehmen,
erstellt wurde, sind aktuell die kleinsten Unternehmen am meisten von
Umsatzrückgängen betroffen, während kleine und mittlere Unternehmen
sich noch im leicht positiven Bereich bewegen. Die Auftragseingänge
selbst sind aber bei den mittelgroßen Unternehmen am stärksten
eingebrochen, Sorgenkind Nummer eins bleibt weiterhin der Bau.
Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatte das
Wirtschaftsbarometer Austria der WKÖ prognostiziert, dass bei der
Investitionsbereitschaft mehr als doppelt so viele Unternehmen wie
noch im Frühjahr 2011 sinkende Investitionen erwarten. Am
pessimistischsten waren auch hier die kleinen Unternehmen, die
Auftragserwartungen der Unternehmen präsentierten sich verhalten.
Ein Viertel der Unternehmen erwartet eine sinkende Auftragslage und
mehr als die Hälfte der Unternehmen eine konstante Auftragslage in
den kommenden 12 Monaten. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Wirtschaftspolitik, Dr. Christoph Schneider Tel.: Tel.: (+43) 0590 900-4499, mailto:[email protected] http://wko.at/wp Fax: (+43) 0590 900-258
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