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Schwentner: Teilzeit muss zum Karrieresprungbrett werden

Grüne fordern Umdenken in der Wirtschaft

Wien (OTS) - "Teilzeit führt viel zu oft in eine berufliche
Sackgasse. Wir brauchen bessere gesetzliche Regelungen, damit auch während einer Phase in Teilzeit die Aufstiegschancen intakt bleiben. Diskriminierung muss härter bestraft werden, denn es ist die Diskriminierung der Teilzeitarbeitskräfte, beim Einkommen und bei den Aufstiegschancen, die den Mut zum Kind nimmt", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Eine Trendwende bei der Teilzeit von Männern zur Kinderbetreuung wie ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner im heutigen Morgenjournal behauptete, könne so nicht bestätigt werden: "Das Gegenteil ist der Fall, Männer mit Kindern beginnen mehr und mehr Überstunden zu machen. Teilzeit arbeiten Männer primär neben einer Aus- und Weiterbildung, Frauen jedoch zur Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Erwachsenen. In den Unternehmen haben Männer mit einem Wunsch nach Teilzeit oft sogar eine noch stärkere Diskriminierung als Frauen zu befürchten. Hier liegt klar die Verantwortung bei der Wirtschaft."
So gesehen verwundern die Zahlen der Arbeitskräfteerhebung 2010 der Statistik Austria nicht. Nur 8.000 der 167.800 Männer in Teilzeit geben an, diese Beschäftigungsform aus Gründen der Kinderbetreuung bzw. der Betreuung pflegebedürftiger Erwachsener zu tun. Bei den Frauen trifft dies auf 316.400 der 808.800 teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen zu.

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