- 28.02.2012, 09:27:52
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Diakonie: Pflegereform - Stillstand bis 2016 nicht hinnehmbar!
Diakonie fordert Lückenschluss bei Pflege- und Betreuungsangeboten im Europäischen Jahr des Aktiven Alterns
Wien (OTS) - "Die Menschen erwarten sich zu Recht gute Lösungen in
der Pflege, und das nicht nur im heurigen "Europäischen Jahr des
Aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen",
sondern auch weit darüber hinaus," betont Martin Schenk,
Sozialexperte und stv. Direktor der Diakonie Österreich die
Wichtigkeit der Strukturreform Pflege. "Die Verlängerung des
Finanzausgleichs bis 2016 ist jedenfalls nicht das, was man unter
Strukturreform versteht. Die Arbeitsgruppen für ein neues Pflegenetz
in Österreich müssen wieder zurück an den Verhandlungstisch!"
Laut Pflegefondsgesetz müssen bis Ende des Jahres 2012 neue
Lösungen für strukturelle Verbesserungen in der Pflege erarbeitet
werden. "Die Verlängerung der finanziellen Mittel bedeutet, dass der
Reformdruck herausgenommen wird. Derzeit ist es auch nicht erkennbar,
ob weitere Gespräche anberaumt sind oder nicht. Für die Diakonie ist
Stillstand bei der Strukturreform aber nicht hinnehmbar," fordert
Schenk weitere Gespräche ein. "Dass pflegebedürftige Menschen nach
wie vor oft nur die Alternative zwischen stationärer Pflege und
Betreuung durch Angehörige haben, zeigt, dass Dienstleistungen
dazwischen fehlen."
Dienstleistungen zwischen Stationärer Pflege und Pflege durch
Angehörige fehlen
Laut Diakonie handelt es sich dabei um so genannte
Lückenschluss-Angebote, wie z.B. Tagesstätten, teilstationäre
Dienste, Kurzzeitpflege, Nachtbetreuung oder neue Modelle, wie
Hausgemeinschaften, die moderne Wohngemeinschaft für Menschen im
Alter mit Betreuungsbedarf. Aber auch Hilfsmittel und technische
Unterstützung können helfen, die Unabhängigkeit im Alter sowie die
Teilhabe am sozialen Leben zu gewährleisten.
"Lückenschluss-Angebote erleichtern es auch pflegenden
Angehörigen, einerseits einem Beruf nachzugehen, und andererseits
können Angehörige durch die Entlastung so wieder "ihre Batterien
aufladen". Zudem können durch den Ausbau von Diensten rund um die
Pflege auch regionale wirtschaftliche Impulse gesetzt werden. Ein
Altern in Würde wird nicht zuletzt dadurch gewährleistet, dass
Menschen selbst entscheiden können, welche Angebote sie in Anspruch
nehmen können," so Schenk. "Die Arbeitsgruppen in der Strukturreform
Pflege sollen genau hier ansetzen, und neue Lösungsmöglichkeiten, die
für alle Menschen in Österreich Verbesserungen bringen, erarbeiten."
Rückfragehinweis:
Dr. Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: [email protected]. Web: www.diakonie.at
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