• 27.02.2012, 15:15:01
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Ernst/Pöchhacker: Kündigungsabgabe darf Saisonbetriebe nicht benachteiligen!

Wirtschaftsverband NÖ: Einseitig hohe Belastungen für kleine und mittlere Unternehmen im Baugewerbe und in anderen Branchen müssen verhindert werden

St. Pölten (OTS) - Eine Änderung des Gesetzesentwurfs zur
geplanten "Auflösungsabgabe", die Unternehmen künftig bei Kündigungen
oder einvernehmlichen Beendigungen von Dienstverhältnissen zahlen
sollen, verlangt der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband
Niederösterreich (SWV NÖ).
"In der derzeitigen Form würde dieses Vorhaben viele Saisonbetriebe
und hier gerade die kleinen und mittleren Betriebe in Baugewerbe und
Tourismus treffen. Für sie ist eine Ausnahmeregelung nötig, um eine
hohe und völlig unverhältnismäßige Belastung zu verhindern",
verlangen Präsident Komm.-Rat Günter Ernst und der Spartenvorsitzende
des SWV NÖ in Gewerbe und Handwerk, Komm.-Rat Anton Pöchhacker.

"Die Saisonbetriebe haben es ja schon dadurch schwer genug, dass sich
ihre Tätigkeit witterungsbedingt im wesentlichen auf gewisse
Jahreszeiten und Monate beschränkt und sie nicht das ganze Jahr voll
durcharbeiten können. Die Folge sind große Auftragsschwankungen, mit
denen sich natürlich auch die Zahl der MitarbeiterInnen erheblich
ändert. Eine Kündigungsabgabe, wie sie jetzt geplant ist, würde
zahlreiche Betriebe für etwas bestrafen, für das sie nichts können.
Denn viele Unternehmen aus dem Baugewerbe können ihren Stand an
Beschäftigten beim besten Willen nicht aufrechterhalten, wenn die
kalte Jahreszeit kommt und die Arbeit deutlich weniger wird", gibt
Anton Pöchhacker zu bedenken.

"Es ist wichtig, dass die Unternehmen branchenübergreifend möglichst
gleiche und faire Rahmenbedingungen vorfinden und keine
Benachteiligung gegeben ist. Eine solche Ungerechtigkeit würde jedoch
eintreten, wenn die Auflösungsabgabe in der aktuellen Form umgesetzt
würde, weil sie den Saisonbetrieben, die es ohnehin oft nicht leicht
haben, besonders viel abverlangt. Statt Ungleichheiten abzubauen,
schafft die Abgabe neue. Das würde auch die Wirtschaft in den
Regionen in Mitleidenschaft ziehen, weil gerade hier eine große Zahl
an Unternehmen im Bau- und Baunebengewerbe oder im Tourismus tätig
und daher stark saisonabhängig ist", stellt Präsident Günter Ernst
fest.

Rückfragehinweis:
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ)
3100 St. Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 444
0664 4118394
[email protected]

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