• 27.02.2012, 11:30:34
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Integration von Anfang an - Regionale und internationale Good-Practice-Beispiele präsentiert

Wien, Graz, Hohenems und Deutschland und breite Diskussionen

Wien (OTS) - Die Tagung des Staatssekretariats für Integration im
Haus der Bildung und beruflichen Integration (HABIBI) in Wien -
"Integration von Anfang an" - sorgt für einen ersten bundesweiten
Erfahrungsaustausch darüber, wie künftig Menschen, die neu nach
Österreich kommen, nicht mehr dem Zufall überlassen werden. Mehrere
Good-Practice-Beispiele aus Österreich und Deutschland wurden
präsentiert und diskutiert.

Dr. Ursula Struppe, Leiterin der Magistratsabteilung für
Integrations- und Diversitätsangelegenheiten (MA 17), präsentierte
stellvertretend für Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger die
Good-Practice-Beispiele aus Wien mit "StartWien" - ein Programm zur
Niederlassungs- und Integrationsbegleitung von Neuzuwanderern. "Eine
umfassende und individuelle Begleitung ab der Einwanderung ist das Um
und Auf für erfolgreiche Integrationsbiographien und damit für den
sozialen Aufstieg", sagte Struppe.

Brigitte Köksal, die Leiterin des Integrationsreferats der Stadt
Graz, und ihre Kollegin Angela Schick berichteten über die Entstehung
der "Welcome Box" der Stadt Graz. "Gleichbehandlung von Anfang an -
statt Ungleichbehandlung bis zum Ende", betonte Köksal während ihres
Vortrages. Angela Schick geht davon aus, dass wir als immer noch
reiche Aufnahmegesellschaft, uns leisten sollten, Migrantinnen und
Migranten von Anfang an alle Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben
in Frieden und Freiheit zu geben.

"Wenn es gelingt, von Anfang an ein freundliches Klima der
Zusammenarbeit zu schaffen und zu erhalten, dann entsteht Heimat,
sagte Bürgermeister Dipl.-Ing. Richard Amann, der das Projekt
[zusammen leben] in der Stadt Hohenems präsentierte.

"Integrationsmaßnahmen möglichst früh, berufsorientiert und nahe an
der Zielgruppe setzten", ist die Devise von Mag. Lukas Gehrke,
Direktor beim International Centre for Migration Policy Development
(ICMPD), der in seinem Vortrag einen Einblick in die internationalen
Ansätze gab.

"Jede zuwandernde Person sollte sich von Anfang an als Mensch
willkommen fühlen und die Möglichkeit bekommen, mit ihrem Potenzial
die neue Heimat positiv zu mitzugestalten", betonte Birte Steller,
die mit dem "Hamburg Welcome Center" eines der deutschen
Vorzeigemodelle präsentierte.

Die Tagung "Integration von Anfang an" wurde am Vormittag vom
Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz und Univ.-Prof. Dr. Heinz
Faßmann, Vorsitzender des unabhängigen Expertenrats für Integration
im Bundesministerium für Inneres, eröffnet.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Integration
Pressereferat
1010 Wien, Minoritenplatz 9
Tel.: +43 1 53126-70905
mailto:[email protected]

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