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ORF III mit Lagunen-Krimis, Herzschmerz-Geschichten sowie Genetiker Hengstschläger und Andreas Vitásek in "erLesen"

Am 28. Februar im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information beleuchtet am
Dienstag, dem 28. Februar 2012, im "Kulturmontag" das Erfolgsgeheimnis von Donna Leons melancholischem Commissario Brunetti und beleuchtet das lukrative Geschäft mit Groschenromanen. In der ORF-III-Büchersendung "erLesen" plaudern Andreas Vitásek, Markus Hengstschläger und Milena Flasar über durchschnittliche Schüler, verborgene Talente und tschechische Wurzeln. Im Anschluss spricht Romancier John Irving über den inneramerikanischen Kulturkampf, Antisemitismus und wie er die Welt sieht.

"Kulturmontag" (20.15 Uhr)

Seit 20 Jahren leidet Donna Leons melancholischer Commissario am Bösen in der Welt und am eigenen Unvermögen, es nicht zumindest aus Venedig verbannen zu können. Hartnäckig ermittelt er gegen korrupte Politiker und mordende Mafiosi, kämpft gegen Umweltverschmutzer und Drogenhändler. Mit "Reiches Erbe" erschien soeben Brunettis 20. Fall. Millionen Leser verschlingen die Bücher Leons, Brunetti gibt es in 34 Sprachen, viele der Lagunen-Krimis wurden erfolgreich verfilmt. Längst gibt es Venedig-Führungen auf den Spuren des Commissario und eine Stadtkarte verzeichnet neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch jene, die zu kriminalistischen Ehren gekommen sind. Was macht die Krimis der Amerikanerin so erfolgreich? Sind es die durchaus aktuellen Themen wie Korruption, Asylanten, Sextourismus oder sexueller Missbrauch durch Geistliche oder würzt Leon damit nur Klischees mit einer Prise Melodramatik? ORF III Kultur und Information nimmt im "Kulturmontag" die Fährte auf und entschlüsselt den Geheimcode der Lagunen-Krimis.

"art.genossen": Werner Bootes "Die Kunst der Schundliteratur" (20.45 Uhr)

Schnell geschrieben, schnell gelesen, schnell vergessen. Groschenromane verkaufen sich wie warme Semmeln. Ob Hausfrau oder Manager, die Beliebtheit sogenannter Trivialromane scheint ungebrochen zu sein. Es ist ein großer Markt, an dem sich gut verdienen lässt. Obwohl diese Art der Schriftstellerei oft lukrativer ist als viele anspruchsvolle Arbeiten, lässt deren Image zu wünschen übrig. Was ist das Geheimnis der Herzschmerz-Geschichten, die in Illustrierten zu lesen sind? Welche Faszination steckt dahinter? Mit Werner Bootes Dokumentation "Die Kunst der Schundliteratur" begibt sich ORF III Kultur und Information auf einen Streifzug durch die Welt der einfachen Helden: von "Jerry Cotton" über "Perry Rhodan" bis "Dr. Stefan Frank".

"erLesen" mit Andreas Vitásek, Markus Hengstschläger und Milena Flasar (21.20 Uhr)

Bei "erLesen" wird zu Rotwein und Rivella getalkt. Wenn Andreas Vitásek, Markus Hengstschläger und Milena Flasar in Heinz Sichrovskys Bücherwelt Platz nehmen, geht es um die Zukunft der Jugend, tschechische Vorfahren und Kurzhaarschnitte.

Der österreichische Genetiker Markus Hengstschläger, der mit seinem Buch "Die Durchschnittsfalle" die Bestsellerlisten hochklettert, spricht von den vergeudeten Ressourcen unserer Kinder. In seinem Buch warnt der vielfach ausgezeichnete Wissenschafter vor einem Bildungssystem, das lediglich durchschnittliche Schüler hervorzubringen scheint. In einfacher Sprache macht er deutlich, dass Erfolg nur aus Individualität entstehen könne. Verborgene Talente dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Um die Zukunft meistern zu können, müsse es Norm werden, von der Norm abzuweichen.

Einer, der sich in jedem Fall von der Norm abhebt, ist Andreas Vitásek. Der österreichische Kabarettist brilliert derzeit in dem Ein-Mann-Thriller "Lisa" im Wiener Rabenhof. Obwohl er sich auf Oskar Stockers Bild außerordentlich gut gefalle, ist er zu dem Entschluss gekommen, seine Haare, die er sich für die Premiere des Stücks abrasieren ließ, wieder wachsen zu lassen. Was es mit den Parallelen zwischen ihm und der aufstrebenden Schriftstellerin Milena Flasar auf sich hat und warum Vitásek eine Verwandtschaft zu spüren vermag, zeigt sich in der ORF-III-Büchersendung.

Porträt "John Irving und wie er die Welt sieht" (22.30 Uhr)

Kleinwüchsige und Prostituierte, Transsexuelle und Ganzkörper-Tätowierte und immer wieder abwesende Eltern. Das bizarre Personal, das John Irving in seinen Romanen versammelt, besteht aus Gezeichneten, die es regelmäßig an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten schaffen. In seinem im Jahr 2005 erschienenen Roman "Bis ich dich finde" erzählt er die autobiografisch geprägte Geschichte von einer Vatersuche und sexuellem Missbrauch. In Michael Meisters Porträt "John Irving und wie er die Welt sieht" spricht der Romancier über den inneramerikanischen Kulturkampf und den Antisemitismus, den er in seinen Wiener Studentenjahren erlebte.

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