Volksbegehren für Steuergerechtigkeit: Start sprengt alle Erwartungen / "Wollen einen Diskurs in Österreich erzwingen"
Bereits über 3.500 UnterstützerInnen in den ersten Tagen
Wien (OTS) - Schon in den ersten drei Tagen fanden sich bereits
mehr als 3.500 UnterstützerInnen und haben sich auf
hermitdemzaster.at eingetragen.
Das Organisationsteam ist vom Start "positiv überrascht". Rudolf
Fußi: "Ich habe ja meine Erfahrung aus dem Jahr 2002. An einen derart
großen Zuspruch über alle Parteigrenzen hinweg kann ich mich nicht
erinnern, obwohl drei Viertel der ÖsterreicherInnen damals gegen den
Ankauf der Abfangjäger waren. Scheinbar haben wir mit unserer
Forderung genau den Nerv der Zeit getroffen." Mit dem Volksbegehren
solle endlich "ein Diskurs erzwungen werden".
Mit-Initiator Michael Gitzi, Eigentümer und Geschäftsführer einer
Digitaldruckerei, begründet indes seinen Einsatz für mehr
Steuergerechtigkeit völlig klar und unmissverständlich: "Ja, eine
Vermögenssteuer kann auch mich treffen. Viel mehr trifft mich aber,
dass es in unserem Land so ungerecht zugeht. Es ist für 95% der
Menschen de facto unmöglich, auch nur irgendein Vermögen anzusparen,
da Arbeits- und Erwerbseinkommen viel zu hoch besteuert werden. Diese
Ungerechtigkeit fördert nur eine Radikalisierung und die Demontage
demokratischer Werte. Wohin das führen kann, ist in jedem
Geschichtsbuch nachzulesen. Ein sozialer Ausgleich muss stattfinden!"
Hans Arsenovic, Unternehmer und Obmann der Grünen Wirtschaft Wien,
sieht die Forderungen als Chance für die österreichische Wirtschaft:
"Eine Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommen stärkt auch
die Kaufkraft und bringt die notwendigen wirtschaftlichen Impulse."
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