• 27.02.2012, 09:23:34
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Integration von Anfang an - Staatssekretär Kurz eröffnet die Tagung: Erster bundesweiter Erfahrungsaustausch

Expertenratsvorsitzender Heinz Faßmann: "Gesellschaftliche Eingliederung nicht dem Zufall überlassen."

Wien (OTS) - "Die Tagung bietet die Gelegenheit für einen ersten
bundesweiten Erfahrungsaustausch", sagte Staatsekretär Sebastian Kurz
heute bei der Eröffnung der Tagung "Integration von Anfang an", auf
Einladung des Integrationsbeirates im Haus der Bildung und
beruflichen Integration (HABIBI). Vor fast 100 Gästen, darunter
nationale und internationale Experten, betonte Kurz: "Eine
zielgerichtete Ansprache der Menschen, die zu uns kommen, in der
ersten Phase ihrer Ankunft in Österreich, kann nachhaltig positive
Auswirkungen auf den Verlauf einer erfolgreichen Integration und das
friedvolle Zusammenleben verschiedener Menschen und Kulturen in
Österreich haben."

Der Vorsitzende des unabhängigen Expertenrats für Integration,
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, betonte in seinem Eröffnungsstatement,
dass die Politik sich mit der Entwicklung einer abgestimmten und
umfassenden Integrationspolitik sehr lange Zeit gelassen habe. Man
habe Arbeitskräfte gerufen, die gesellschaftliche Eingliederung aber
dem Zufall überlassen. "Dieses Versäumnis soll in Zukunft nicht mehr
auftreten. Integration von Anfang an sei aus diesem Grund zu
unterstützen", sagte Faßmann, und weiter: "Wer eine qualifizierte
Zuwanderung fördern möchte, die sich an den Bedürfnissen des
nationalen Arbeitsmarktes orientiert, muss Angebote machen und
institutionelle Freundlichkeiten signalisieren."

Menschen, die zu uns kommen, werden derzeit oft dem Zufall
überlassen. Und es gibt von der Republik noch keine Information über
das Zusammenleben in Österreich, das Wertgefüge der Gesellschaft,
sowie Verbesserungsbedarf bei der Präsentation des Sprachkursangebots
zum Erlernen der deutschen Sprache. Bislang gibt es nur regional
vereinzelte, sehr unterschiedliche Initiativen. Zielsetzung des
ersten bundesweiten Austausches bei der Tagung ist daher eine
professionelle Ansprache von Menschen, die neu nach Österreich
kommen, ab dem ersten Tag an: vom Erstbesuch bei der Botschaft bis
zur erfolgreichen Integration. Darüber hinaus soll es künftig
Mindeststandards bei regionalen Angeboten geben.

2010 wanderten 114.000 Personen aus Drittstaaten nach Österreich zu.
Die meisten aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 14.330, gefolgt von
der Türkei mit 4.338.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Integration
Pressereferat
1010 Wien, Minoritenplatz 9
Tel.: +43 1 53126-70905
mailto:[email protected]

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