- 24.02.2012, 13:39:54
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MAK initiiert Rahmenprogramm zur Ausstellung "MAGIE DER VIELFALT. Das MAK als angewandter Raum der Zukunft"
Wien (OTS) - Anlässlich der Arbeitsausstellung "Magie der
Vielfalt. Das MAK als angewandter Raum der Zukunft" initiiert das MAK
ein Rahmenprogramm mit Expertengesprächen über Bedingungen und
Perspektiven der MAK-Sammlung angewandter Kunst. Das MAK vertieft
damit die intensive Auseinandersetzung mit seinem Auftrag als Museum
und seiner Bedeutung als diskursive Schnittstelle für
zeitgenössisches kulturelles Schaffen, die die derzeitige Ausstellung
"Magie der Vielfalt. Das MAK als angewandter Raum der Zukunft" in
innovativer Weise ermöglicht. Wesentliche Bereiche der MAK-Sammlung
werden in einer von Krüger & Pardeller konzipierten raumgreifenden
künstlerischen Intervention in aktuelle Sinnzusammenhänge gestellt,
wobei insbesondere bislang selten gezeigte Exponate Impulse für eine
prozessorientierte Neuinterpretation der Sammlung geben sollen. Als
Fortsetzung des Projekts "MAP - Memory and Progress. Das MAK
erforscht seine Zukunft" vertieft die Arbeitsausstellung die
zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Profil und
konzeptuellen Auftrag des MAK.
RAHMENPROGRAMM IM DETAIL:
Dienstag, 28. Februar 2012, 18.00 Uhr, MAK-Ausstellungshalle
Dialogführung zur Ausstellung "Magie der Vielfalt. Das MAK als
angewandter Raum der Zukunft"
Durch die Ausstellung und ihre künstlerische Intervention führen
Krüger & Pardeller im Gespräch mit der Journalistin Manisha Jothady
sowie Rainald Franz, MAK-Kustode Glas und Keramik (interimistisch),
und Bärbel Vischer, MAK-Kustodin Gegenwartskunst.
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Donnerstag, 8. März 2012, 12.30-14.00 Uhr, MAK-Säulenhalle
Öffentlich zugängliche Diskussionsveranstaltung zum Thema
"Studiensammlung des MAK"
Die Studiensammlung als Spezialbereich der Auseinandersetzung mit der
Sammlung angewandter Kunst des MAK bedarf neuer Impulse, um ein
breiteres Publikum für eine vertiefte Beschäftigung mit der Fülle der
ausgestellten Objekte zu interessieren. Die Diskussion ist der
Startschuss für eine intensive Auseinandersetzung des MAK mit den
Potentialen einer Studiensammlung.
Impulsstatements:
Dieter Bogner, Kunsthistoriker und Museumsplaner
Christine Haupt-Stummer, section.a trafo.K
Manisha Jothady, Journalistin
Krüger & Pardeller, Künstler
Elisabeth Schmuttermeier, MAK-Kustodin Metall und
Wiener-Werkstätte-Archiv
Moderation: Christoph Thun-Hohenstein, Direktor MAK
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Dienstag, 13. März 2012, 19.30 Uhr, MAK-Vortragssaal
Vortrag von Herbert Lachmayer: "Ausstellungen herbeireden"
Mit der künstlerischen Forschungspraxis "Staging Knowledge" hat der
Kulturphilosoph Herbert Lachmayer ein Ausstellungsformat kreiert,
welches Geschmacksintelligenz, als eigenständige Erkenntnisform des
"ästhetischen Urteils", mit abstrakten Theorie-Diskursen und
intuitivem Denken spannungsträchtig zu verbinden weiß. Da man sich
den sogenannten cultural content weder "reinziehen" noch innerlich
"runterladen" kann, folgt diese neue Bildungs- und Kulturtechnik
"Staging Knowledge" der Idee eines "experimentellen Übens", dass
nämlich jegliche Vermittlungsstrategie kulturellen Wissens stets auch
Forschungsstrategie sein soll, wie umgekehrt auch. Dem
sinnlich-performativen "Herbeireden" solcher Ausstellungen, auf Basis
intensiver wissenschaftlicher Recherche, korrespondiert (nach der
Eröffnung) die Phase einer permanent bespielten Wissensbühne mit
Publikum durch obsessives "Weiterreden" des kuratorischen Teams in
der Ausstellung - für deren gesamte Laufzeit. Inspiriert vom Konzept
der Affektmodulation im 18. Jahrhundert, dem "Bespassen" und
"Begeistern" als lustbegleitende Wirkung der Konversation,
vergegenwärtigt "Staging Knowledge" die gesellschaftliche Erfahrung,
dass "Geisterzeugung" libidinös besetzbar sein kann. Und empfiehlt,
den Sublimationsvorgang "Denken" vor allem auch als
emotional-unbewusste Erregungsstrategie wahrzunehmen, als eine
zeitgemäß attraktive Form der "Subjekt-Behauptung" heute - eine
kreative wie alltagskulturelle Erfüllung der Sehnsucht nach
Individualismus. Sich dem Anspruch der Theorie-Diskurse, über Kunst &
Kultur eine ausschließlich textfundierte Deutungsmacht zu besitzen,
vorauseilend zu unterwerfen, mag vergleichbar naiv (oder alter-naiv)
sein, als sich dem herrschenden LifeStyle-Diktat in Fragen des
persönlichen Geschmacks auszuliefern - und damit die Möglichkeit,
eigene LebensArt zu entfalten, zu verpassen.
Herbert Lachmayer, geb. 1948 in Wien, lehrt als Professor an der
Kunstuniversität Linz die Studienrichtung "Staging Knowledge", welche
er auch als künstlerische Forschungsstrategie an der
Bauhausuniversität Weimar und der Stanford University in Palo Alto,
Kalifornien unterrichtet. Er leitet das von ihm gegründete "DA PONTE
Research Center - for Applied Humanities, Opera Studies und Film
History" in Wien und ist Kurator zahlreicher kulturgeschichtlicher
Ausstellungen.
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Donnerstag, 15. März 2012, 12.30-14.00 Uhr, MAK-Säulenhalle
Öffentlich zugängliche Diskussionsveranstaltung zum Thema "Neue
Strategien zur Sammlungserweiterung im Bereich angewandte Kunst"
Die im Bereich angewandte Kunst dringend notwendig gewordene
Erweiterung der MAK-Sammlung erfordert einen genaueren Einblick in
die besonderen Bedingungen und Herausforderungen einer nachhaltigen
musealen Praxis. Die Diskussion soll ein breites Spektrum von
Ansätzen aufzeigen, mithilfe derer das MAK als ehemaliges Museum für
Kunst und Industrie in die Lage versetzt werden soll, in Zeiten der
Budgetknappheit seine Sammlung angewandter Kunst nachhaltig zu
erweitern.
Impulsstatements:
Christian Meyer, Galerist
Ernst Ploil, Sammler
Johannes Wieninger, MAK-Kustode Asien
Moderation: Christoph Thun-Hohenstein, Direktor MAK
Pressedaten:
Ausstellungsort: MAK-Ausstellungshalle, MAK, Stubenring 5, Wien 1
Ausstellungsdauer 15. Februar - 25. März 2012
Öffnungszeiten: Di 10.00-22.00 Uhr, Mi-So 10.00-18.00 Uhr.
Jeden Dienstag 18.00-22.00 Uhr Eintritt frei.
Idee der Arbeitsausstellung : Christoph Thun-Hohenstein, Direktor MAK
Künstlerische Intervention: Krüger & Pardeller
KuratorInnen:
Heidemarie Caltik, MAK-Kustodin Design-Info-Pool
Rainald Franz, MAK-Kustode Glas und Keramik (interimistisch)
Thomas Geisler, MAK-Kustode Design
Sebastian Hackenschmidt, MAK-Kustode Möbel und Holzarbeiten
Barbara Karl, MAK-Kustodin Textilien und Teppiche
Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und
Kunstblättersammlung
Elisabeth Schmuttermeier, MAK-Kustodin Metall und
Wiener-Werkstätte-Archiv
Bärbel Vischer, MAK-Kustodin Gegenwartskunst
Johannes Wieninger, MAK-Kustode Asien
Expertenführungen jeweils 17.00 Uhr
Di 28.2.: Rainald Franz
Do 1.3.: Kathrin Pokorny-Nagel
Di 6.3.: Heidemarie Caltik
Do 8.3.: Thomas Geisler
Do 15.3.: Sebastian Hackenschmidt
Do 22.3.: Bärbel Vischer
Rückfragehinweis:
Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung) Sandra Hell-Ghignone Veronika Träger Lara Steinhäußer Tel. (+43-1) 711 36-233, 229, 212 Fax (+43-1) 711 36-227 [email protected] MAK.at
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