- 24.02.2012, 13:08:50
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"Kulturmontag" am 27. Februar: Die Gewinner der "OSCAR-Nacht", das Phänomen Donna Leon und die Kulturgeschichte des Horrors
"39,90" mit Jean Dujardin im "art.film"
Wien (OTS) - Martin Traxl präsentiert im "Kulturmontag" am Montag,
dem 27. Februar 2012, ab 23.15 Uhr in ORF 2 die Highlights der
diesjährigen Oscar-Verleihung, enthüllt das Geheimnis um Commissario
Brunettis Erfolg und erzählt die Kulturgeschichte des Horrors - von
seinen antiken Wurzeln bis zu den Ängsten der heutigen Zeit. Im
"art.film" steht um 0.15 Uhr die ORF-Premiere "39,90" auf dem
Programm: Jean Dujardin (Oscar-nominiert für "The Artist") glänzt in
der französischen Komödie nach dem gleichnamigen Bestseller von
Frédéric Beigbeder.
"OSCAR-Nacht" - Die Gewinner. Die Highlights der Preisverleihung
Zum 84. Mal werden Sonntagnacht in Los Angeles die Oscars vergeben.
Bis dahin bleibt es spannend, ob Meryl Streep als Margret Thatcher in
"Die Eiserne Lady" tatsächlich zum dritten Mal mit dem begehrtesten
Filmpreis bedacht wird, ob Hollywood-Beau George Clooney als
Familienvater in "The Descendants - Familie und andere
Angelegenheiten" überzeugen kann und ob Max von Sydow oder
Christopher Plummer als älteste Oscar-Preisträger nach Hause gehen.
Martin Scorsese führt mit seinem Film "Hugo Cabret" die Liste der
Meistnominierten an. Ob die elf Chancen auf einen Oscar tatsächlich
auch in Gold verwandelt werden können und wie oft es für den zehnfach
nominierten Mitfavoriten "The Artist" heißen wird "And the Oscar goes
to ..." zeigt die ausführliche Zusammenfassung der "OSCAR-Gala" im
"Kulturmontag". Außerdem: die bewegendsten, glamourösesten und
schönsten Momente der Gala - alle Tränen, Lacher und Dankesworte, all
die Augenblicke der Rührung und Freude natürlich inklusive.
Lagunen-Krimi: Das Phänomen Donna Leon. Was macht Commissario
Brunetti so erfolgreich?
Seit 20 Jahren leidet Donna Leons melancholischer Commissario am
Bösen in der Welt und am eigenen Unvermögen, es nicht zumindest aus
Venedig verbannen zu können. Hartnäckig ermittelt er gegen korrupte
Politiker und mordende Mafiosi, kämpft gegen Umweltverschmutzer und
Drogenhändler. Soeben erschien Brunettis 20. Fall: "Reiches Erbe".
Millionen Leser verschlingen die Bücher Leons, Brunetti gibt es in 34
Sprachen, viele der Lagunen-Krimis wurden erfolgreich verfilmt.
Längst gibt es Venedig-Führungen auf den Spuren des Commissario, eine
Stadtkarte verzeichnet neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch
jene, die zu kriminalistischen Ehren gekommen sind. Was macht die
Krimis der Amerikanerin so erfolgreich? Sind es die durchaus
aktuellen Themen wie Korruption, Asylanten, Sextourismus oder
sexueller Missbrauch durch Geistliche, wie ihre Fans sagen, oder
bedient Leon damit nur Klischees und würzt sie mit einer Prise
Melodramatik? Der "Kulturmontag" nimmt die Fährte auf und
entschlüsselt den Geheimcode der Lagunen-Krimis.
Alp-Träume: Grusel-Monster und reale Ängste. Die Kulturgeschichte des
Horrors
Das Schreckliche, Hässliche und Grausame lässt uns wohlig
erschaudern, das Verbotene, Tabuisierte und Unheimliche zieht uns an.
Horror ist mehr als ein Genre in Literatur und Film, es ist eine
ästhetische Kategorie, die bis in die Antike zurückreicht. Schon in
Schriften von Ovid finden sich Monster, Hybridwesen und Tiermenschen.
Auch der Werwolf hat antike Wurzeln: König Lykaon wurde von den
Göttern bestraft und in einen Wolf verwandelt, weil er
Menschenfleisch aß. Im Mittelalter wurde Horror zu einer moralischen
Kategorie: War man nicht gläubig und Gott gefällig, lief man Gefahr,
vom Teufel oder von Dämonen besessen zu werden. Gruselige Geschichten
haben eine lange Tradition und eine große Fangemeinde: Bücher wie
Bram Stokers "Dracula" und Mary Shelleys "Frankenstein" gelten als
Klassiker. Moderner Horror erzählt aber nicht mehr von utopischen
Monstern, sondern von realen Ängsten. Die US-amerikanischen
Bestsellerautoren Stephen King und Jack Ketchum gelten als Meister
des realistischen Horrors. In ihren Büchern verarbeiten sie
gesellschaftliche Ängste: Es geschehen grausame Morde, es werden
Kinder misshandelt, Menschen gefoltert, ein Blick in die tiefsten
Abgründe der Seele. Dass sich mit dem Spaß an der Angst auch viel
Geld verdienen lässt, zeigen gleich mehrere Touristenattraktionen in
New York: vom skurrilen Themenrestaurant "Jekyll and Hyde" für die
ganze Familie bis zum blutigen Splatter-House "Blood Manor", für das
man mehr als nur starke Nerven benötigt. Eine Kulturgeschichte des
Horrors im "Kulturmontag" mit dem Philosophen Stephen T. Asma und dem
New Yorker Bestsellerautor Jack Ketchum.
Der "Kulturmontag" steht als zeitnahe Servicewiederholung jeweils am
Dienstag im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und
Information und ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle Alexandra Wittenberg Tel.: (01) 87878 - DW 12238 http://presse.ORF.at
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