- 24.02.2012, 11:23:37
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Findeis: Umweltverträglichkeitsprüfung ja - aber nach den Probebohrungen
Erst muss überprüft werden ob überhaupt ein wirtschaftlich förderungswürdiges Vorkommen vorhanden ist
St. Pölten (OTS/SPI) - Großes Verständnis für die Sorgen der
Bevölkerung im Hinblick auf den kontrovers diskutierten möglichen
Schiefergasabbau zeigt der Weinviertler SPNÖ-Landtagsmandatar, LAbg.
Hermann Findeis, der aber gleichzeitig appelliert, mehr Sachlichkeit
in die Diskussion einziehen zu lassen. "Selbstverständlich
befürworten wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung, weil natürlich
Gefahren für Menschen und Umwelt ausgeschlossen werden müssen.
Allerdings sollten unserer Meinung nach zuerst die beabsichtigten
zwei Probebohrungen durchgeführt werden, von denen ja keine
Gefährdung ausgeht, um zu erkunden, ob überhaupt ein wirtschaftlich
sinnvoll abbaubares Vorkommen vorhanden ist. Erst wenn diese Frage
geklärt ist, sollte ein UVP-Verfahren durchgeführt werden. Sonst
kommt es nicht nur zu jahrelangen Verzögerungen, sondern vor allem
auch zu unnötigen Kosten für die SteuerzahlerInnen. Denn es könnte
passieren, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung für ein Projekt
durchgeführt wird, das gar nicht stattfindet", so Findeis.
"Was wir langfristig erreichen wollen, ist eine Energiewende hin zu
erneuerbaren Energien. Aber um das zur 100 Prozent zu schaffen, sind
noch mehrere Jahrzehnte notwendig, derzeit fehlt noch die
entsprechende Infrastruktur. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken,
wäre es natürlich wünschenswert, wenn wir auf Energieträger aus dem
eigenen Land zurückgreifen könnten, und damit auch Arbeitsplätze und
Wertschöpfung im Land behalten könnten, statt vom Ausland abhängig zu
sein", so Findeis. "Das ist der Grund, warum wir in der gestrigen
Landtagssitzung den Antrag der ÖVP abgelehnt und einen
Abänderungsantrag eingebracht haben, in dem wir eben das
UVP-Verfahren nach den Probebohrungen und nicht davor verpflichtend
machen wollten", erläutert Findeis abschließend.
(Schluss) kr
Rückfragehinweis:
SPÖNÖ-Landtagsklub/SPÖNÖ Landesregierungsfraktion Rita Klement Pressereferentin Tel.: 02742 9005 DW 12506, Mobil: 0676/7007309 mailto:[email protected] http://www.landtagsklub.noe.spoe.at/
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