- 24.02.2012, 10:00:45
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91 Prozent sagen JA zur Rettungsgasse
Knapp zwei Monate nach Einführung der Rettungsgasse ziehen ASFINAG und Einsatzkräfte Bilanz über die bisherigen Erfahrungen
Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2012 gilt auf Österreichs
Autobahnen und Schnellstraßen: Bei Staubildung - Rettungsgasse! "Und
die Rettungsgasse funktioniert immer besser. Natürlich gibt es noch
da und dort Probleme, aber die Österreicherinnen und Österreicher
wissen, wie es geht", zog ASFINAG-Vorstand DI Alois Schedl im Rahmen
einer Pressekonferenz eine erste Bilanz. Zufrieden äußerte sich auch
ASFINAG-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl: "91 Prozent der
Autofahrerinnen und Autofahrer sagen laut IFES-Studie Ja zur
Rettungsgasse. Dafür danke ich auch den Einsatzorganisationen und den
Autofahrerclubs. Ohne ihre Mithilfe wäre es unmöglich gewesen, die
Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so gut zu
informieren."
IFES-Umfrage zur Rettungsgasse: Die Autofahrer/innen wissen, wie es
geht!
Auch eine aktuelle Umfrage unter österreichischen Autofahrern und
Autofahrerinnen, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut IFES,
bestätigt die Akzeptanz der neuen Regelung eindrucksvoll:
97 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff
96 Prozent sind der Überzeugung, dass die Rettungsgasse Leben retten
kann
91 Prozent sind dafür, dass die Rettungsgasse beibehalten wird
75 Prozent wissen, dass die Rettungsgasse schon bei Staubildung
gebildet werden muss
89 Prozent wissen, wie man eine Rettungsgasse bei 2 Spuren richtig
bildet
73 Prozent kennen das richtige Verhalten bei drei Spuren
"Die große Mehrheit der Autofahrerinnen und Autofahrer weiß also,
was bei der Bildung einer Rettungsgasse zu tun ist. Und wir sind
zuversichtlich, dass die praktischen Erfahrungen die Umfrage bald
noch übertreffen werden!" resümierte Alois Schedl.
Einsatzkräfte und Autofahrerclubs ziehen optimistisch Bilanz
Eine optimistische Bilanz zogen auch die Einsatzkräfte. "Es ist
erfreulich, dass viele Autofahrer Bescheid wissen, wann und wie man
eine Rettungsgasse bildet. Bei Einsätzen sehen wir, dass es in der
Praxis noch nicht ganz so gut funktioniert. Ich bin aber
zuversichtlich, dass die Verkehrsteilnehmer das theoretische Wissen
bald umsetzen", sagte Wolfgang Krenn vom Arbeiter-Samariterbund. Von
positiven Erfahrungen berichtete Mag. Gerry Foitik,
Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes: "In den vergangenen
Wochen waren unsere Einsatzkräfte oft schneller am Unfallort und
konnten rascher helfen - dafür bedanke ich mich bei allen
Autofahrerinnen und Autofahrern." Unterstrichen wird diese Erstbilanz
der Einsatzkräfte auch von DI Dr. Gerald Hillinger, Vizepräsident des
Bundesfeuerwehrverbandes: "Auch wenn die Verkehrsteilnehmer zum Teil
bei mehrspurigen Fahrbahnen natürlich noch in einer Gewöhnungsphase
sind, haben die ersten positiven Beispiele schon gezeigt: Die
Rettungsgasse kann Zeit sparen und damit Leben retten!"
Auch die Automobilclubs zeigten sich zufrieden mit der
Entwicklung. ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz: "Die
Rettungsgasse ist eine Änderung jahrzehntelanger Gewohnheit, dafür
klappt sie überraschend gut. Es braucht Geduld bis die neue Regelung
in Fleisch und Blut übergeht." Auch ÖAMTC-Generalsekretär DI Oliver
Schmerold teilte diesen Befund: "Die Rettungsgasse funktioniert
mittlerweile recht gut. Wir orten noch Problembereiche, zum Beispiel
auf Autobahnen im Stadtgebiet. Hier fehlt oft noch das Bewusstsein,
dass auch hier die Rettungsgasse Pflicht ist."
Brigadier Martin Germ vom Innenministerium wies darauf hin, dass
es teilweise bei mehrspurigen Fahrbahnen und mit ausländischen
Fahrzeuglenker/innen noch zu Problemen kommt: "Nimmt die Polizei
Übertretungen wahr, wird nach Möglichkeit eingeschritten. Schwere
Übertretungen, bei denen Einsatzfahrzeuge behindert wurden, werden
rigoros angezeigt. In leichteren Fällen, kann - wenn
berücksichtigungswerte Umstände vorliegen - aber auch mit Abmahnung
vorgegangen werden. Wer allerdings die Rettungsgasse absichtlich mit
einer Überholspur verwechselt, muss mit Sanktionen rechnen."
ASFINAG informiert noch das ganze Jahr - Schwerpunkt Nachbarländer
In Österreich wird die ASFINAG zumindest bis Ende 2012 weiterhin
umfassend über die Rettungsgasse informieren: Mit 150
Brückentransparenten, 218 Autobahnplakaten und Hinweistafeln auf den
31 Rastplätzen der ASFINAG wird weiterhin für die Rettungsgasse
geworben, auch die Informationsbroschüren liegen weiter auf. Alle
Informationen zur Rettungsgasse gibt es weiterhin unter der
Serviceline der ASFINAG 0800 400 12 400 und auf
www.rettungsgasse.com.
Bislang wurde in den Nachbarländern über die Medien und die
Autofahrerclubs informiert, außerdem wurden an den grenznahen
Vignettenverkaufsstellen Folder ausgeteilt. "Wir werden jetzt noch
verstärkt auf die Autofahrerinnen und Autofahrer aus dem Ausland
zugehen und Hinweistafeln an den wichtigsten Grenzübergängen in der
jeweiligen Landessprache und auf Englisch installieren. Und wir
werden an reisestarken Wochenenden Infofolder an den Grenzübergängen
verteilen", kündigt ASFINAG-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl an.
"Die Rettungsgasse hilft Feuerwehr, Rettung und Polizei dabei,
schneller zu helfen und Leben zu retten. Es ist wichtig, dass dieses
Bewusstsein bereits fest verankert ist - denn mit dieser Motivation
wird die Rettungsgasse von Tag zu Tag noch besser funktionieren",
sind die beiden ASFINAG Vorstände Schedl und Schierhackl überzeugt.
Die gesamte IFES-Umfrage zum Download finden Sie auf
www.asfinag.at/presse
Rückfragehinweis:
ASFINAG Mag. Christian Spitaler, MAS Pressesprecher Tel.: +43 (0)50108-10835, Mobil: +43 664-60108 10835 E-Mail: [email protected] www.asfinag.at
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