• 23.02.2012, 19:59:06
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  • OTS0281 OTW0281

Sitzung des NÖ Landtages

St. Pölten (OTS/NLK) - Abgeordneter Josef E d l i n g e r (VP)
berichtete zu einem Antrag der Abgeordneten Ing. Hofbauer, Waldhäusl
u. a. betreffend Truppenübungsplatz Allentsteig - keine Maßnahmen zur
Verschlechterung des Betriebes, sondern Hebung von
Einsparungspotenzialen.

Abgeordneter Emmerich W e i d e r b a u e r (G) stellte die
Frage, warum sich Niederösterreich für ein Heer, dessen Reform noch
nicht abgeschlossen sei, einen der größten Truppenübungsplätze
Europas leiste. Ein radikales Umdenken sei ein Gebot der Stunde. Er
schlug eine Dreiteilung des Truppenübungsplatzes vor: Ein Teil für
Übungen des Bundesheeres und anderer Sicherheitseinrichtungen, ein
Teil für landwirtschaftliche Flächen und ein Teil zum Schutz der
Artenvielfalt. Er brachte einen Resolutionsantrag betreffend
geänderte Verwendung des TÜPL ein.

Abgeordneter Christian H a f e n e c k e r (FP) sagte, durch
die Pläne des Ministers werde der Übungsbetrieb am Truppenübungsplatz
massiv eingeschränkt. Außerdem gebe es dadurch einen Verlust der
Wertschöpfung für ortsansässige Betriebe. Bereits jetzt übten auch
anderen Armeen auf dem Truppenübungsplatz. Der Übungsbetrieb sollte
weiter ausgebaut werden. Es gehe dabei um das Bundesheer, die
Sicherheit und um die Menschen in der Region. Er brachte einen
Resolutionsantrag betreffend Ausbau und Weiterentwicklung des TÜPL
Allentsteig zu einem internationalen militärischen Kompetenz- und
Übungszentrum ein.

Abgeordneter Hermann F i n d e i s (SP) betonte, es gehe nicht
um einen Verkauf an Private und schon gar nicht um den
Truppenübungsplatz als solches. Er appellierte zur Sachlichkeit
zurückzukehren und brachte einen Resolutionsantrag betreffend
Weiterverpachtung der landwirtschaftlichen Flächen im Bereich des
Truppenübungsplatzes an die regionalen Landwirte ein.

Abgeordneter Franz M o l d (VP) blickte auf die Geschichte des
Truppenübungsplatzes zurück. Er merkte weiters an, dass - sollte eine
Zentralstelle in Wien entstehen - Arbeitsplätze aus dem Waldviertel
nach Wien abwandern würden. Das größte Problem würde die Verbuschung
der Flächen vor Ort darstellen. Die militärische Infrastruktur in
Allentsteig würde im Spitzenfeld liegen und auch von ausländischen
Militärs höchste Anerkennung erhalten. Darum sollte das Areal zu
einem Sicherheitszentrum aufgewertet werden, in dem auch
Übungsszenarien für Blaulichtorganisationen durchgeführt werden
könnten.

Der Antrag wurde mit Mehrheit angenommen, die Resolutionsanträge
der Grünen (Geänderte Verwendung des TÜPL) und des Abgeordneten
Findeis (Weiterverpachtung) fanden keine Unterstützung, der
Resolutionsantrag der Abgeordneten Hafenecker, Mold u. a. (Ausbau
TÜPL) wurde angenommen.

(Forts.)

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk

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