• 23.02.2012, 15:52:19
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EU-Projekt für Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft gestartet

Schwarz: Der Wettbewerb der Zukunft ist Wettbewerb um die bessere Ausbildung

St. Pölten (OTS/NLK) - Für ein neues grenzüberschreitendes
EU-Projekt zwischen Niederösterreich und Vysocina (Tschechische
Republik) wurde gestern in Retz der Startschuss von der für EU-Fragen
zuständigen Landesrätin Mag. Barbara Schwarz gegeben. Im Zentrum des
Projektes steht die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft und
zwar über die Grenzen hinweg. Partner bei diesem Projekt ist die NÖ
Landesakademie, die dieses Projekt initiierte und damit 591.000 Euro,
die zu 75 Prozent von der EU bezahlt werden, für Niederösterreich
lukrieren konnte.

"Die Zusammenarbeit der niederösterreichischen Grenzregionen mit
den Grenzregionen der Nachbarländer ist von ganz zentraler Bedeutung.
Sie bietet Perspektiven und Horizonte, erschließt aber auch neue
Kundenkreise und neue Märkte, die von gut ausgebildeten jungen
Menschen belebt werden müssen", so Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.

Niederösterreich hat vom EU-Beitritt Österreichs und der
Nachbarstaaten sowie vom Zusammenwachsen der Regionen im Herzen
Europas profitiert. Das beweisen auch Zahlen, Daten und Fakten: So
gab es in den Grenzregionen in den letzten 16 Jahren einen Zuwachs an
Betriebsstandorten von mehr als 70 Prozent, der Kaufkraftindex liegt
deutlich über dem Durchschnitt, das verfügbare Einkommen ist seit
1995 um 50 Prozent und die Zahl der Beschäftigten in Niederösterreich
um 14,3 Prozent gestiegen, was ebenfalls über dem österreichischen
Durchschnitt liegt.

Auch der Chefökonom der Industriellenvereinigung, Dr. Christian
Helmenstein, wies darauf hin, dass Niederösterreich von einem
größeren Europa profitiert habe und dass Projekte, wie das jüngste,
wichtige Impulse für die gesamte Region auslösten. Die Regionen
Vysocina und Niederösterreich hätten gerade durch ihre
Unterschiedlichkeit große Chancen sowohl die Bildungssysteme als auch
die Betriebsstrukturen oder die Tourismusangebote betreffend. Durch
diese Unterschiedlichkeiten könne in schwierigen Zeiten viel besser
und effizienter reagiert werden. Das Projekt "EDU.Region" mit seiner
Intention, das Zusammenspiel von Schulen und Wirtschaft zu verbessern
sei auch deswegen zukunftsweisend, weil der größte Wettbewerb künftig
um gut ausgebildete Arbeitskräfte stattfinden werde. Hier gelte es,
Spannungsfelder wie Arbeitslosigkeit und Arbeitskräfteknappheit zu
bewältigen.

Für den Geschäftsführer der NÖ Landesakademie Dr. Christian Milota
ist das Zusammenwirken zwischen Schule und Wirtschaft ein ganz
zentrales Thema, das grenzüberschreitend gelöst werden muss. So wisse
man aus einer Umfrage, dass sich die Vorstellungen der Wirtschaft
über die Schulabsolventen oft nicht mit den Lehrplänen decken. Dort
solle auch das aktuelle Projekt ansetzen und durch konkrete Maßnahmen
wieder dazu führen, dass die Schulen nicht länger am Bedarf der
Wirtschaft "vorbeiproduzieren" bzw. "vorbeilehren".

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Mag. Susanne Schiller,
Telefon 02742/294-17433, e-mail [email protected],
www.noe-lak.at.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
www.noe.gv.at/nlk

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