OTS0200   23. Feb. 2012, 14:01

ORF III mit Lummerstorfers "Gelbe Kirschen" und Raimunds "Alpenkönig und Menschenfeind"

Am 24. Februar im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF


ORF III Kultur und Information zeigt am Freitag, dem
24. Februar 2012, mit Leopold Lummerstorfers Tragikomödie einen
jungen Fremdenpolizisten im Interessenkonflikt zwischen Liebe und
Verordnungen. Bevor Gutsbesitzer Rappelkopf als Menschenfeind für
sein Umfeld unerträglich zu werden droht, spaziert Karl Hohenlohe
durch eines der bedeutendsten Museen moderner und zeitgenössischer
Kunst Österreichs und trifft u. a. die niederländische Künstlerin
Mathilde ter Heijne zum Gespräch.

Österreichischer Film "Gelbe Kirschen" (20.15 Uhr)

Der junge Fremdenpolizist Rudi Zöchinger ist an der
oberösterreichischen Grenze zu Tschechien damit beauftragt, illegal
im Land befindliche Ausländer aufzuspüren, festzunehmen und
abzuschieben. Mit dem Ziel, eines Tages bei der Wiener Fremdenpolizei
Karriere zu machen, erledigt er seine Tätigkeit, ohne mit der Wimper
zu zucken. Die Begegnung mit Alena verändert jedoch alle. Obwohl die
Tschechin ohne Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung im Land lebt,
verliebt er sich in die hübsche Würstelstand-Verkäuferin. Nachdem
Rudis Bemühungen, seiner Lebensgefährtin die nötigen Papiere zu
besorgen, zum Scheitern verurteilt waren, trifft er die Entscheidung,
über den illegalen Aufenthalt Alenas hinwegzuschauen.
Lakonisch und keineswegs ohne Ironie beleuchtet Drehbuchautor und
Regisseur Leopold Lummerstorfer in der Tragikomödie "Gelbe Kirschen"
die alltägliche Ausländerfeindlichkeit der Behörden sowie das schier
unerschöpfliche Arsenal großer und kleiner Schikanen. ORF III Kultur
und Information zeigt u. a. Josef Hader, Martin Puntigam und Sandra
Bra in der Geschichte einer Liebe, die stärker ist als jegliche
Gesetze, Verordnungen und Landesgrenzen.

"Aus dem Rahmen: Lentos Linz" (21.40 Uhr)

Beim Besuch des im Jahr 2003 eröffneten Linzer Kunstmuseums Lentos
hat ORF-III-Moderator Karl Hohenlohe die künstlerische Leiterin des
Hauses, Stella Rollig, getroffen und ihr bei einem
Ausstellungsrundgang mit einer Gruppe kunstinteressierter
Jugendlicher über die Schulter geblickt. Im Atelier des Museums
können Kinder und Jugendliche nicht nur Kunstwerke entdecken, sondern
auch selbst kreativ werden. Zudem erwartet jeden Besucher bzw. jede
Besucherin eine abwechslungsreiche Einführung in die Geschichte des
Museums. Das hat auch Karl Hohenlohes Neugierde geweckt.
Als Highlight der Sammlungen gelten neben Valie Exports
künstlerischen Arbeiten ihrer vergangenen 20 Schaffensjahre auch die
Kunstwerke von Mathilde ter Heijne. Die holländische Künstlerin lebt
und arbeitet in Berlin und fasziniert ihr Publikum mit bildstarken
Arbeiten zu den Themen Gewalt, Schmerz, kulturelle Rollen und
Überlieferungen aus feministischer Perspektive. Welch mühevolle
Arbeit hinter der Bestandserhaltung von Kunst- und Kulturgut steckt,
verrät Restaurator Mag. Andreas Strohhammer. In seiner Werkstatt
stellt er zur Schau, wieviel Respekt dem Original und dessen
Geschichte gegenüber seine Arbeit voraussetzt.

Theater- und Fernsehlegenden: "Aus dem Volkstheater: Alpenkönig und
Menschenfeind" (22.30 Uhr)

Im Spätabend bringt ORF III Kultur und Information ein
romantisch-komisches Original-Zauberspiel von Ferdinand Raimund. Mit
"Alpenkönig und Menschenfeind" gelang dem österreichischen Dramatiker
eine unverwüstliche Charakterkomödie voll Witz, Humor und Tiefe. Das
Werk erzählt die Geschichte des Herrn von Rappelkopf, der eigentlich
von Natur aus gutmütig und gutherzig war, bis er dem Betrug eines
Freundes zum Opfer fiel. Am Rande des finanziellen Ruins angekommen,
wird aus dem großzügigen Lebemann ein Menschenfeind. Um den einstigen
Gutsbesitzer zu heilen, verwandelt sich der Alpenkönig in Rappelkopf
und diesen verwandelt er in den Onkel seiner Frau, dessen Besuch
bevorsteht. Der Menschenfeind wird folglich mit sich selbst
konfrontiert. Ob Rappelkopf dadurch sein wahres Wesen erkennen kann,
stellen Georg Trenkwitz, Fritz Holzer, Maria Urban, Ernst Meister und
Bernhard Hall in einer grandiosen Inszenierung von Fritz Zecha auf
der Bühne des Wiener Volkstheaters zur Schau.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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