- 23.02.2012, 11:31:11
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Messe "Hohe Jagd" in den Niederungen der Geschäftemacherei
Österreichischer Tierschutzverein kritisiert "Waidwerk" und fordert Reformen
Salzburg (OTS) - Zahlreiche kritische Beiträge in den (regionalen)
Medien, die vermehrt von besorgten, kritischen JägerInnen selbst
initiiert werden, zeigen, dass es mit der Jagd im Argen liegt. Da
kommt die Messe "Hohe Jagd und Fischerei" von 23.-26. Februar in
Salzburg zur Imagepolitur gerade recht. Von der neuesten Büchse über
den feinen Zwirn, der Safarireise zur Großwildjagd bis hin zur
präparierten Trophäe vom (zu kürenden) Weltmeister findet sich hier
alles. Das Ganze hat jedoch überhaupt nichts mit Naturliebe sondern
mit Geltungssucht zu tun! Diese Veranstaltung als "Spaß für die ganze
Familie (Schnitzeljagd mit Jungjägerdiplom für Kinder)" zu bewerben,
schlägt dem Fass den Boden aus! Die kommende Generation wird genug zu
tun haben, Flora und Fauna zu Gesicht zu bekommen, sie muss sie nicht
bejagen und beherrschen!
Jäger als Heger? Von wegen!
Vereinzelten, beherzten JägerInnen wird Naturschutz tatsächlich
ein Anliegen sein. Bei den inzwischen über 100.000 Hobbyjägern in
Österreich hingegen sieht die Sache anders aus. Tiere werden schon im
Herbst angefüttert, um genügend Trophäen für alle bereit zu stellen.
Ein Beispiel aus dem Jagdgebiet ÖBF-Bärnbad zeigt: 2011 wurde von 19
freigegebenen Stück geweihlosem Kahlwild nur ein Kalb erlegt, aber
von den sechs Hirschen, die für zwei Jahre freigegeben wurden, alle.
Worum also geht es hier wirklich?
Haustiere werden wegen "Wilderns" erschossen
Mangelt es am Wild zum Abschießen, müssen eben Haustiere
herhalten. Alljährlich werden mehrere zehntausend (!) völlig sinnlos
aus den Wäldern bzw. dem Leben "geballert". Genaue Zahlen jedoch
kennt niemand (warum eigentlich?). Autofahrer hingegen müssen den
kleinsten Wildschaden melden. Und daher weiß man auch, dass am Tod
der übergroßen Mehrheit von Wildtieren Unfälle mit Autos und
landwirtschaftlichem Gerät schuld sind, keine angeblich wildernden
Haustiere!
Der Österreichische Tierschutzverein fordert ein Verbot des
Abschusses von Haustieren und eine generelle Reform der Jagd. Was
"waidgerecht" ist, sollen nicht länger die Jäger beschließen. Der
legalen Lust am Töten muss Einhalt geboten werden!
Der Österreichische Tierschutzverein
Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten
Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet.
Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte "Franz von Assisi-Höfe",
wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause
finden sowie den "Tierfriedhof Waldesruh" vor den Toren Wiens.
Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf
www.tierschutzverein.at!
Rückfragehinweis:
Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Tel.: 0662 - 843 255
Mail: [email protected]
www.tierschutzverein.at
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