Schulpflicht bedeutet gemeinsame Verantwortung
LR Stemer: Maßnahmenpaket und konsequente Haltung als Signal
Bregenz (OTS/VLK) - Das gemeinsame Ziel von Eltern und Schule muss
sein, dass alle Kinder die Schulpflicht erfüllen und zu einem guten
Schulabschluss kommen, sagt Schullandesrat Siegi Stemer. In
Vorarlberg liegt der Schwerpunkt schon seit Jahren in der
Motivations- und Präventionsarbeit. Beim Schulschwänzen gibt es aber
eine konsequente Haltung.
Kinder und Jugendliche müssen lernen, sich an Vereinbarungen zu
halten und deren Sinn und Zweck zu verstehen, betont Stemer: "Daher
versuchen wir immer, zuerst das Gespräch mit Schülerinnen und
Schülern und deren Eltern zu suchen und Hilfsangebote
miteinzubeziehen." Es sei wichtig, den eigentlichen Problemen auf den
Grund zu gehen. Nur wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen, müssen
Verstöße gegen die Schulpflicht zur Anzeige gebracht werden.
Die im Maßnahmenpaket auf Bundesebene vereinbarten höheren Strafen
beim Schulschwänzen seien ein Signal, dass die Schulpflicht
konsequent eingefordert wird. Geldstrafen sollten aber das letzte
Mittel sein, zumal sich hinter dem Fernbleiben vom Unterricht
Ursachen verbergen, die sich nicht nur mit Geldstrafen beheben
lassen.
Mit dem Ausbau von bedarfsgerechten Ganztagsangeboten, früher
Sprach- und Lernförderung, verbindlichen Elterngesprächen, einer
frühen Bildungs- und Laufbahnberatung setzt Vorarlberg Schwerpunkte,
die den Bildungserfolg sichern sollen, so Landesrat Stemer: "Dazu
gehört aber immer die gemeinsame Verantwortung."
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