• 23.02.2012, 10:00:42
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Apothekertagung: Kinderkrankheiten, Therapien und Medikamente

Fortbildungsveranstaltung in Saalfelden von 4. bis 9. März 2012

Wien (OTS) - Eine traurige Realität: Werden Kinder krank, fehlt es
fallweise an adäquaten Arzneimitteln. Wenn kein industriell
zugelassenes Präparat verfügbar ist, stellen die ApothekerInnen
individuell angefertigte Medikamente für Kinder her. Die
Apothekerschaft widmet sich in Rahmen ihres Fortbildungskongresses in
Saalfelden von 4. bis 9. März intensiv dem Thema "Kindergesundheit"
und fordert mehr Arzneimittelsicherheit bei Medikamenten für Kinder.

Wenn Kinder krank sind, dann handelt es sich dabei keinesfalls
immer nur um Kinderkrankheiten. Während Scharlach, Masern oder
schwere Gehirnhautentzündungen durch Impfungen, prophylaktische
Maßnahmen und neue Arzneimittel fast vollständig verschwunden oder
gut behandelbar sind, haben andere Erkrankungen wie Krebs, Adipositas
oder psychosomatische Erkrankungen an Bedeutung gewonnen.

Bei der medikamentösen Therapie sind Kinder nicht als kleine
Erwachsene zu sehen. Auch Arzneimittelwirkungen, -neben- und
-wechselwirkungen können nicht linear von Erwachsenen auf Kinder
übertragen werden.

Arzneimittel, die speziell für den kindlichen Organismus
entwickelt werden, sind rar. "Bei Kindern kommt es nicht nur auf die
richtige Substanz und die richtige Dosierung an, sondern auch auf die
richtige Arzneiform", weiß Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der
Österreichischen Apothekerkammer. "Als Arzneimittelfachleute
engagieren wir Apotheker uns sehr für unsere jüngsten Patienten. Ist
keine Formulierung in der richtigen Dosis auf dem Markt, so stellen
wir in der Apotheke eine entsprechende Rezeptur laut Verordnung des
Kinderarztes her." Doch nicht immer ist eine magistrale Rezeptur in
der Apotheke möglich.

Eine Woche im Zeichen der Kindergesundheit

Von 4. bis 9. März erhalten rund 500 Apothekerinnen und Apotheker
einen umfassenden Einblick in das Themenfeld "Kindergesundheit".
Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bietet der Kongress
Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden und zum
Gedankenaustausch unter Kollegen.

"Apothekerinnen und Apotheker sind oft erste Ansprechpartner für
Eltern kranker Kinder", sagt Mag. pharm. Dr. Christiane Körner,
Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. "Welche
Arzneimittel für Kinder passen und wie diese richtig verabreicht
werden, ist Gegenstand tausender Beratungsgespräche in den
Apotheken."

Auch heuer treten wieder hochkarätige Experten beim
Fortbildungskongress in Saalfelden auf, um das Themenfeld
"Kindergesundheit" in seiner Bandbreite von Infektionskrankheiten,
Allergien, bis hin zu Gewalt und psychosomatischen Störungen zu
behandeln. Die Problematik bei der Verordnung und Einnahme von
Arzneimitteln für Kinder steht dabei im Vordergrund.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten 5.500 akademisch
ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.300 Apotheken die
Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der
zentralen Leistungen der Apotheker.

Rückfragehinweis:
Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Mag. Gudrun Reisinger
Tel. 01/404 14 DW 600
E-Mail: [email protected]

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