OTS0061   23. Feb. 2012, 10:00

ÖH Uni Wien: Keine Besserung fürs Budget, dafür noch mehr finanzieller Druck für Studierende

Finanzierung der Unis ist Aufgabe von Regierung und Staat


Gestern kündigte Rektor Engl an, im kommenden Herbst
wieder Studiengebühren einzuführen.

Maria Clar vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien bezieht Stellung: "Die
Regierung und die Universität Wien versuchen mit allen Mitteln,
Studierenden ihr Recht auf Hochschulbildung über Umwegen zu
verwehren. Denn wenn es niemandem verboten werden kann, zu studieren,
werden Studienpläne so gestaltet, dass Erstsemestrige nach einem
Semester für ihr Studium gesperrt werden oder wird ein Studium
unleistbar gemacht."

Julia Kraus resümiert: "Studieren an der Uni Wien wird zusehens
verunmöglicht. In vollem Wissen über die Folgen handelt die
Universität Wien willkürlich und verschärft den finanziellen Druck.
Das Beihilfensystem ist löchrig, Transferleistungen nicht
existenzsichernd. Nicht aus Spaß sind zwei Drittel der Student_innen
erwerbstätig."

"Empörend ist, dass die alte und bevorstehende Regelung vor allem für
Studierende ohne EWR-Staatsbürger_innenschaft prekär ist. Sie haben
ohnehin keinen Anspruch auf Beihilfen, dürfen nur mit
Beschäftigungsbewilligung arbeiten und im Bachelor nur geringfügig
verdienen. Studiengebühren bedeuten hier nochmal eine enorme
finanzielle Belastung", ergänzt Kübra Atasoy.

Die ÖH Uni Wien wird die Ankündigung des Rektorats nicht
unangefochten lassen.

"Autonomie der Unis ist kein Recht auf Willkür. Die Universität Wien
ist eine öffentliche Hochschule, keine Privatuni. Die Finanzierung
ist Aufgabe des Staates und nicht der Studierenden", so Clar, Kraus
und Atasoy unisono.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0061 2012-02-23 10:00 231000 Feb 12 OHW0001 0260



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