- 22.02.2012, 15:00:18
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Zukunft von IST Austria langfristig gesichert
LH Pröll: "Wer Talente fördert, wird Patente ernten"
St. Pölten (OTS/NLK) - Der weitere Ausbau und Betrieb des
"Institute of Science and Technology Austria" in Klosterneuburg ist
langfristig gesichert. Der Bund wird im Zeitraum von 2017 bis 2026
rund 990 Millionen Euro zur Verfügung stellen, das Land
Niederösterreich wird weitere 368 Millionen Euro bereitstellen. Das
haben heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, die Bundesministerin für
Finanzen Dr. Maria Fekter sowie der Bundesminister für Wissenschaft
und Forschung Dr. Karlheinz Töchterle im Rahmen eines
Pressegespräches bekannt gegeben.
Von einem "wesentlichen Zukunftsschritt" sprach Landeshauptmann
Pröll in seiner Stellungnahme. Er erinnerte an die Eröffnung des
Instituts vor rund 1.000 Tagen: "Das Land Niederösterreich hat in der
ersten Phase zugesichert, rund 100 Millionen Euro für die Entwicklung
der Infrastruktur und rund 30 Millionen Euro für den Betrieb zur
Verfügung zu stellen. Bis zum heutigen Tag sind davon rund 100
Millionen Euro geflossen." Der Landeshauptmann weiters: "Bis zum Jahr
2026 werden wir nun seitens des Landes 368 Millionen Euro
bereitstellen, davon 98 Millionen Euro für den technischen Betrieb
und 270 Millionen Euro für die weitere Infrastruktur."
Niederösterreich habe in den letzten Jahren einen wichtigen
Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung gesetzt, sprach der
Landeshauptmann von einer "Forschungsachse quer durch das
Bundesland". Rund 600 Millionen Euro seien in den letzten 15 Jahren
in diesen Bereich geflossen, in den nächsten Jahren seien
Investitionen von weiteren 600 Millionen Euro geplant, so Pröll, der
auch betonte: Wer Talente fördert, wird eines Tages Patente ernten."
Finanzministerin Fekter betonte die Bedeutung der heute
präsentierten Vereinbarung für den Wissenschafts- und
Wirtschaftsstandort Österreich. Von den rund 990 Millionen Euro bis
zum Jahr 2026 sei ein Drittel "leistungsorientiert gebunden" und
somit an "konkrete Qualitätskriterien geknüpft", etwa an die
Lukrierung von Drittmitteln. Exzellente Grundlagenforschung sei die
Basis für zukünftige Innovationen, die nachhaltig auf das
Wirtschaftswachstum wirkten, hob Fekter hervor.
"Dieses Institut hat sich unglaublich gut entwickelt", betonte
Wissenschaftsminister Töchterle. Der Bund investiere nun gemäß der
Vereinbarung im Schnitt 65,8 Millionen Euro pro Jahr, hinzu kommen
bis zu 16,6 Millionen Euro jährlich bei erfolgreicher
Drittmitteleinwerbung sowie bis zu 16,6 Millionen Euro jährlich, die
an forschungsimmanente Qualitätskriterien gebunden sind. Töchterle:
"Wir schaffen hier einen Leuchtturm, der beispielgebend sein wird."
Der Präsident des IST Austria, Prof. Thomas A. Henzinger,
resümierte den Aufbau des Institutes und berichtete: Heute arbeiten
hier 20 Forschungsgruppen, wir haben Doktoranden aus 35 Nationen."
Dieses Institut habe "internationale und weltweite Sichtbarkeit
erlangt", so der Präsident. Bis 2026 sollen laut Henzinger rund 100
Professoren und 1.000 Mitarbeiter am Campus Klosterneuburg arbeiten.
Henzinger: "Grundlagenforschung ist zum Nutzen aller. Denn jeder
Fortschritt geht letztendlich auf eine Erkenntnis in der
Grundlagenforschung zurück."
Von einem "entscheidenden Schritt" sprach auch Dr. Claus Raidl,
der Leiter des Kuratoriums von IST Austria. Mit der Vereinbarung von
2017 bis 2026 sei "die finanzielle und bauliche Zukunft des Instituts
langfristig gesichert", so Raidl.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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