OTS0173   22. Feb. 2012, 14:45

Neu erforscht: Die Corporate Identity des Habsburgerreichs - BILD


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BILD zu OTS - Maria Theresia. Gemälde von M. v. Meytens

Das Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische
Studien widmet sich der lateinischen Epik im Habsburgerreich, die
entscheidenden Einfluss auf die gemeinsame Identitätsstiftung der
vielen Völkerschaften hatte.

Um die Produktion von identitätsstiftender Epik genauer zu
beleuchten, veranstaltet das Ludwig Boltzmann Institut für
Neulateinische Forschung (LBI Neulatein) die Tagung "Neulateinische
Großepik im Habsburgerreich", welche vom 23. bis 25. Februar 2012 an
der Österreichischen Nationalbibliothek stattfindet.

Nationalepen als Instrument der Corporate Identity

Bereits Vergil schuf mit seinem römischen Nationalepos "Aeneis"
einen Text, der zum Vorbild für hunderte spätere Dichter wurde, die
sich darum bemühten, Identifikationsepik für verschiedene Völker und
Epochen zu schreiben. "Die neulateinische Sprache eignete sich
hervorragend, um für die vielen Völker des Habsburgerreichs mit ihren
unterschiedlichen Sprachen und literarischen Traditionen zu einer
verbindenden Klammer zu werden. So wurden neulateinische Epen
bestimmten Ländern oder Völkern gewidmet, um Einheit und
Gemeinsamkeit zu betonen. Man könnte sagen eine Corporate Identity
des Habsburgerreiches." so Ass.-Prof. Dr. Florian Schaffenrath,
stellvertretender Leiter des LBI Neulatein und Organisator der
Tagung, welche gemeinsam mit der Österreichischen Nationalbibliothek
veranstaltet wird.

Tagung präsentiert Epen aus 300 Jahren Geschichte mit internationaler
Beteiligung

Die Tagung "Neulateinische Großepik im Habsburgerreich" versammelt
exemplarisch eine Reihe von Vorträgen zu bekannteren und teilweise
noch unbekannten Epen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Besonderes
Augenmerk wird hierbei auf die unterschiedlich politischen Tendenzen
der Dichtungen gelegt. Schaffenrath ist "froh, dass Referentinnen
und Referenten aus vielen, ehemals den Habsburgern unterstehenden
Ländern gewonnen werden konnten". Aber auch die weltweite
Neulatein-Forschung, z.B. durch Yasmin Haskell (Australien), ist
vertreten. Weitere Informationen zur Tagung finden sich unter
http://neolatin.lbg.ac.at/epic-poetry-conference/programme ; eine
Teilnahme ist kostenlos.

Über das LBI Neulateinische Studien

Das "Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien" mit
Sitz in Innsbruck und Außenstellen in Wien, Freiburg i.Br. und Rom
gehört zu den jüngsten Gründungen der Ludwig Boltzmann Gesellschaft
(www.lbg.ac.at). Das grundsätzliche Forschungsinteresse des LBI
Neulatein besteht in der Frage, welche Rolle Neulatein, also das in
der Neuzeit verfasste Latein, bei der Entstehung des modernen Europa
gespielt hat.

Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine außeruniversitäre
Forschungsorganisation mit Sitz in Wien und betreibt
Forschungsinstitute (Ludwig Boltzmann Institute) in den Bereichen der
Humanmedizin / Life Sciences sowie der Geistes-, Sozial- und
Kulturwissenschaften. Sie initiiert gemeinsam mit akademischen und
anwendenden Partnern innovative Forschungsthemen und ist
spezialisiert auf translationale Forschung - die Brücke zwischen
Grundlagenforschung und Anwendung. So arbeiten in medizinischen
Instituten Teams aus Grundlagenforschern und Klinikern in einem
Zentrum zusammen und sind dadurch Katalysatoren für die Verbindung
von präklinischer Spitzenforschung und klinischer Medizin.

In den geistes- und sozialwissenschaftlichen Instituten werden die
interdisziplinär erarbeiteten Forschungsergebnisse in Konferenzen und
wissenschaftlichen Veranstaltungen dem Fachpublikum kommuniziert
sowie mittels publikumswirksamer Aktivitäten der breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Derzeit betreibt die LBG 20 LBI und 5 Cluster mit rund 300
MitarbeiterInnen. Die Einrichtung von Ludwig Boltzmann Instituten
(LBI) für eine befristete Laufzeit erfolgt aufgrund von
Ausschreibungen mit internationalen Begutachtungsverfahren.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0173 2012-02-22 14:45 221445 Feb 12 LBG0001 0500



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Rückfragehinweis: Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien
Ass.-Prof. Dr. Florian Schaffenrath,
Stv. Institutsleiter
Tel.: +43 (0) 512 507-37605
florian.schaffenrath@neolatin.lbg.ac.at
www.neolatin.lbg.ac.at

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