Aschermittwoch: Traditionelles Benefiz-Suppenessen im Landhaus
LH Markus Wallner: "Bildung und Ausbildung bilden Schwerpunkt des Vorarlberger Engagements im Bereich Entwicklungszusammenarbeit"
Bregenz (OTS/VLK) - In der Landhaus-Eingangshalle fand am heutigen
Aschermittwoch (22. Februar) unter dem Motto "Teilen macht stark" das
traditionelle Benefiz-Suppenessen statt, das von Land und
Katholischer Frauenbewegung zum zehnten Mal gemeinsam ausgerichtet
wurde. Landeshauptmann Markus Wallner betonte die Verantwortung, die
es gegenüber den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt
wahrzunehmen gelte.
Seit nunmehr 55 Jahren lädt in der Fastenzeit die Katholische
Frauenbewegung mit der "Aktion Familienfasttag" zum Teilen ein. Heuer
steht die Initiative unter dem Titel "Bildung für alle - eine globale
Herausforderung". Der Bereich Bildung spiele für die Selbstbestimmung
und Wahrung der Menschenrechte eine entscheidende Rolle, insbesondere
in Ländern, in denen Frauen und Mädchen wenig bis gar keinen Zugang
zu Bildung hätten, sagte Marlies Müller, stellvertretende Vorsitzende
der Katholischen Frauenbewegung in Vorarlberg bei der Veranstaltung.
Rund um die "Aktion Familienfasttag" initiiert die Katholische
Frauenbewegung jedes Jahr zusätzlich eine entwicklungspolitische
Bildungs-Kampagne. "Sie soll Bewusstsein für globale Zusammenhänge
schaffen und weltweite Solidarität fördern helfen", so Müller.
Bildung als Schlüssel
Vorarlberg konzentriere sich bei seinen Aktivitäten im Bereich
Entwicklungszusammenarbeit ebenfalls auf Bildung und Ausbildung,
erklärte der Landeshauptmann: "Bildung ist das Um und Auf, um die
Menschen in den ärmsten Regionen der Welt nachhaltig in die Lage zu
bringen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen". Zusätzlich
zur Schule sind laut Wallner die Berufsausbildung, die Weiterbildung,
die Wissensvermittlung in Sachen Gesundheit und Hygiene sowie der
Umgang mit sauberem Trinkwasser entscheidende Bausteine der
Vorarlberger Entwicklungszusammenarbeit. Allen Mitgliedern der
Katholischen Frauenbewegung mit der Vorsitzenden Berta Egger an der
Spitze dankte der Landeshauptmann für ihren unverzichtbaren Einsatz.
Verlässliche Zusammenarbeit
Selbst werden vom Land keine Projekte durchgeführt. Stattdessen
setzt Vorarlberg auf Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen
Organisationen (NGO's), Initiativen, aber auch auf Entwicklungshelfer
und Missionare. Damit habe man bis zum heutigen Tag gute Erfahrungen
gemacht, betonte der Landeshauptmann: "Zu den Projektverantwortlichen
werden gute persönliche Kontakte gepflegt. Zudem werden bei der
Umsetzung von Projekten auch örtliche Initiativen eingebunden. Auf
diese Weise ist sichergestellt, dass unsere Unterstützung dort
ankommt, wo sie tatsächlich gebraucht wird". Allein im letzten Jahr
hat Vorarlberg mehr als 40 Projekte in rund 20 Ländern finanziert.
Dafür wurden knapp 460.000 Euro aufgewendet. Wird die Unterstützung
im Rahmen der "Osthilfe" berücksichtigt, wurden 2011 sogar fast
630.000 Euro investiert.
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