• 22.02.2012, 12:56:43
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Seniorenbund / Aubauer: Nein zu automatischen Preis-Indexierungen! Senioren-Konsumenten werden sich wehren!

Seniorenbund-Sparrechnung bringt bis zu 800,- Euro jährlich!

Wien (OTS) - Bei ihrer heutigen Pressekonferenz gemeinsam mit
Europa-Abgeordnetem und Seniorenbund-Generalsekretär Becker
präsentierte Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin, die
Seniorenbund-Sparrechnung - einen Mix aus politisch erforderlichen
Maßnahmen und Aktionen, die Konsumenten selbst setzen können, um die
Teuerung zu beschränken und damit bis zu 800,- Euro im Jahr mehr in
den Senioren-Geldbörsen zu haben:

"Wie auch heute wieder bekannt wurde, koppeln immer mehr
Unternehmen - im besonderen Telefonanbieter, Banken und
Versicherungen ihre Preise künftig automatisch an Teuerungs-Indizes.
Dazu kommt von unserer Seite ein deutliches Nein! Wir werden dies
auch mit aller Kraft bekämpfen! Mit der Preisbildung in der
ökosozialen Marktwirtschaft hat dies absolut nichts zu tun!" Dadurch
werde nämlich, so Aubauer weiter "die Teuerung weiter angeheizt, was
vor allem in den Debatten um nötige Teuerungsabgeltungen für
Pensionen unbotmäßig zu Buche schlägt. Solche Absichten sind daher
nichts anderes als ein Aussackeln von Staat und Konsumenten
zugleich!"

Seniorenbund-Sparrechnung: Bis zu 800,- Euro im Jahr Ersparnis!
2,5 Millionen Senioren sollen ihre Marktmacht bewusst einsetzen!

1. Lebensmittelpreise:

"Neben der aktuellen Initiative unseres Europa-Abgeordneten Becker
gegen Lebensmittelspekulation und "Österreich-Aufschlag" im
Lebensmittelbereich appelliere ich auch an die Senioren selbst: Bitte
vergleichen Sie Preise und setzen Sie Kundenkarten der einzelnen
Handelsketten clever ein. Ohne besonders großen Aufwand können Sie
damit locker 5% und somit 130,- Euro im Jahr einsparen", richtet sich
Aubauer an die Seniorinnen und Senioren.

2. Lebensmittelverschwendung:

"96.000 Tonnen genießbare Lebensmittel landen in Österreich jedes
Jahr im Müll damit muss Schluss sein. Vom Handel verlangen wir daher
- Günstigere Kleinpackungen für Singlehaushalte (viele Senioren
betroffen)
- Großpackungen dürfen nicht länger günstiger sein als Kleinpackungen
- Regale müssen nicht bis Landenschluss laufend nachbefüllt werden
und sämtliche Restmengen z.B. an Brot sollen sozialen
Einrichtungen (SOMA etc.) zur Verfügung gestellt werden - der
Konsument zahlt schließlich diese Verschwendung mit!

Einzusparen sind damit bis zu 300,- Euro im Jahr", appelliert Aubauer
an den Handel.

3. Gebührenerhöhungen:

"Wir verlangen den sofortigen Gebührenerhöhungs-Stopp bzw die
Rücknahme zuletzt erfolgter Gebührenerhöhungen der öffentlichen Hand,
besonders der Gemeinden. Die schwierige finanzielle Situation der
Gemeinden darf nicht auf dem Rücken der Einkommensschwachen gelöst
werden. Das bringt in so mancher Gemeinde 30,- Euro pro Jahr und
Kopf", fordert Aubauer von den Gemeinden.

4. Rezeptfreie Medikamente:

"Laut WIFO würde die Abschaffung der Preisbindung bei rezeptfreien
Medikamenten gute 60 Millionen im Jahr einsparen. Die Apotheken
könnten also auch mehr Konkurrenz vertragen. Damit diese gut 20,-
Euro pro Jahr in unseren Haushalten auch ankommen, werde ich
entsprechende Initiativen im Parlament ergreifen", kündigt Aubauer
an.

5. Strom und Gas:

"Seien Sie so frei wie der Strom- und Gasmarkt! Wenn Ihnen der
aktuelle Preis nicht passt, wechseln Sie den Anbieter! Dies wurde
gerade erst durch neue Gesetze weiter erleichtert, unterstützt werden
Sie dabei von e-control. Weil jedoch viele Senioren diesen
Online-Service nicht nutzen können, fordern wir die Gemeinden auf,
allen Menschen ohne Internetanschluss zumindest einmal im Monat ihre
Amtsstuben zu öffnen. Dabei unterstützen Sie Freiwillige - wie z.B.
unsere Seniorenbund-Mitglieder - sicher gerne in der Umsetzung",
informiert Aubauer die Seniorinnen und Senioren über eine
Möglichkeit, die im vergangenen Jahr von etwas mehr als einem Prozent
der Strom- und sogar weniger als einem Prozent der Gaskunden genutzt
wurde! "Einsparen kann man damit übrigens laut e-control bis zu
sagenhaften 300,- Euro im Jahr!"

6. Treibstoffpreise:

"Auch hier muss man die Konsumenten zu Preisvergleichen aufrufen.
Der Spritpreisrechner hilft dabei und ermöglicht zu den Zugang zu
Einsparungen von mindestens 30,- Euro im Jahr", so Aubauer weiter.

7. Thermische Sanierung und barrierefrei Umbau:

"Die Förderung für die thermische Sanierung bleibt trotz
budgetärer Einsparungen weiter bestehen. Auch Senioren sollten dieses
Geld nicht liegen lassen! So rasch als möglich werden wir außerdem
die Details klären, wie die angekündigten Regelungen zur Förderung
von barrierefrei Umbau aussehen und ab wann diese gelten sollen.
Darüber werden unsere mehr als 305.000 Mitglieder dann
selbstverständlich umgehend informiert", betont Aubauer zu einer
wichtigen Offensiv-Maßnahme des Wirtschaftsministers.

Abschließend hält Aubauer fest:

"Wir nehmen diese hohen Teuerungsraten nicht länger hin. Wir
wehren uns. Was gesetzlich zu tun ist, werden wir vom Seniorenbund in
den kommenden Monaten massiv voran treiben. Unseren Seniorinnen und
Senioren rufen wir aber zu: Lassen Sie sich das nicht länger
gefallen! Die mehr als 2,5 Millionen Seniorinnen und Senioren
verfügen über eine große Marktmacht, die es nun endlich zu nutzen
gilt. Vergleichen Sie Preise, wechseln Sie unverschämte Anbieter
einfach aus. Gemeinsam mit Ihnen holen wir diese 800,- Euro pro Jahr
in Ihr Geldbörserl!"

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
Tel.: 0650-581-78-82, mailto:[email protected];
www.seniorenbund.at

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