Gesundheitsminister Alois Stöger präsentiert Studie über die Gesundheit österreichischer Schüler
Stöger steuert negativen Entwicklungen bei Ernährung, Bewegungsmangel und Sucht bei Jugendlichen entgegen
Wien (OTS/SK) - Österreichs Schülerinnen und Schüler sind im
Rahmen einer Studie des Ludwig-Boltzmann-Instituts über ihr
subjektives Gesundheitsempfinden, ihre Lebenszufriedenheit und ihr
Risikoverhalten befragt worden. "Positiv fällt bei den Antworten auf,
dass die Schülerinnen und Schüler entgegen aller Klischees immer
weniger rauchen und Alkohol trinken. Sie tun das aber immer noch auf
hohem Niveau", berichtete Gesundheitsminister Alois Stöger am
Mittwoch bei der Präsentation der Befragungsergebnisse. "Jede
Zigarette, die von Jugendlichen geraucht wird, ist eine zuviel",
sagte der Minister. Sucht, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und
dem damit zusammenhängenden Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen
steuert der Gesundheitsminister mit verschiedenen Maßnahmen wie
gesünderen Schulbuffets entgegen. ****
Wolfgang Dür, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Health
Promotion Research und Leiter der Studie, erläuterte die wichtigsten
Ergebnisse. Knapp die Hälfte der 11-jährigen Schüler und 44 Prozent
der Schülerinnen bezeichnen ihren Gesundheitszustand subjektiv als
ausgezeichnet. Mit steigendem Alter nimmt dieser Prozentsatz aber
deutlich ab. Auch die Lebenszufriedenheit der Schüler nimmt seit 2002
leicht, aber stetig ab. Beim Rauchen ist Österreich Europaspitze: Ein
Fünftel der 15- und bereits jeder dritte 17-Jährige rauchen täglich.
"Seit 1998 ist hier aber ein stetiger Abwärtstrend zu verzeichnen",
sagte Dür. Weiters gibt es immer mehr übergewichtige Jugendliche, was
mit den Faktoren "Zunahme des Konsums von Süßigkeiten und Limonaden"
und "Bewegungsmangel" zusammenhängt - für Dür das "Gesundheitsproblem
Nummer 1".
Gesundheitsminister Alois Stöger betonte, dass die Erkenntnisse der
Studie in Handlungen umgesetzt werden müssen. "Gerade bei Kindern und
Jugendlichen ist Prävention sehr wirksam", erklärte Stöger. Daher
habe er im Rahmen des Kindergesundheitsdialogs eine
Kindergesundheitsstrategie entwickeln lassen, die die Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen verbessern soll. Erste Maßnahmen der
Strategie in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Sucht werden
bereits umgesetzt.
Dass Kinder und Jugendliche Zugang zu besserer Ernährung bekommen,
ist auch Schwerpunkt des Nationalen Aktionsplans Ernährung NAP.e.
Wichtig sei, so Stöger, ihre Lebensverhältnisse zu ändern, etwa mit
der Leitlinie Schulbuffet. "Mobile Beraterteams sind bereits
österreichweit im Einsatz, um Schulbuffetbetreibern Hilfe bei der
Umstellung auf ein gesundes Schulbuffet zu bieten", sagte der
Minister. In Sachen Bewegung plädiert der Minister dafür, den
Schülern den dafür notwendigen Raum zu geben. Er begrüßt eine
entsprechende Initiative von Bildungsministerin Claudia Schmied,
Schulformen zu entwickeln, in denen Schüler "nicht nur lernen,
sondern auch leben" können. Der Minister hat außerdem bereits eine
Studie zur Suchtprävention in Auftrag gegeben. "Ganz wichtig ist die
Frage der Chancengleichheit. Kinder aus schwieriger ökonomischer
Situation haben es schwerer, gesund zu bleiben", sagte Stöger.
Die Studie wird in 43 Ländern bei 11-, 13-, 15- und 17-jährigen
Schülerinnen und Schülern durchgeführt und ist sozusagen die
"PISA-Studie für Gesundheitsfragen". 250.000 Schüler, davon 6.500
österreichische, werden per Fragebogen über ihre Gesundheit befragt.
SERVICE:
Die Studie sowie Presseunterlagen zum Thema finden Sie zum Download
unter www.bmg.gv.at
(Schluss) bj/ah
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