• 22.02.2012, 12:30:34
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Schülerunion begrüßt die Reaktion von Bildungsministerin Schmied auf die Debatte zur Schulpflichtverletzung

Schulpartner sollen in Diskussion um Schulpflichtverletzungen mit eingebunden werden

Wien, 22. Februar 2012 (OTS) - Endlich kommt Bewegung in das Thema
rund um die anhaltenden Schulpflichtverletzungen: Die von Sebastian
Kurz begonnene Diskussion wurde heute auch von Unterrichtsministerin
Claudia Schmied aufgegriffen. Wie in so vielen Fällen, ist der
intensive Kontakt zwischen den Schulpartnern Schüler, Lehrer und
Eltern ein wichtiger Baustein für eine gute Schule: "Man muss
versuchen, die Zusammenarbeit der drei Partner so zu intensivieren,
sodass man nicht nur im Bereich der Schulpflichtverletzung
Fortschritte erzielt, sondern die Schule als Institution verbessert.
Deshalb begrüße ich die Initiative, weil sie ein erster Schritt in
Richtung Stärkung der Schulpartner darstellt. Viele Inhalte des von
Schmied präsentierten 5-Punkte-Programmes sind langjährige
Forderungen der Österreichischen Schülerunion", so Jim Lefebre,
Bundesobmann der Schülerunion, zum Vorschlag von Ministerin Schmied,
verpflichtende Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche einzuführen. ****

Neben schärferen Sanktionen für Eltern, die ihre Kinder vom
Schulbesuch abhalten, muss es aber auch eine umfassende Untersuchung
aller weiterer Gründe für Schulpflichtverletzungen und den damit
verbundenen Schulabbruch geben: "Anhaltende Schulpflichtverletzung
muss mit einem Bündel an Maßnahmen verhindert werden. Ich hoffe, dass
dieses Vorhaben tatsächlich seine Wirkung zeigen wird! Mir ist
wichtig, dass die neuen Erkenntnisse aus der Expertise ordentlich
evaluiert werden und erst dann die notwendigen Schritte eingeleitet
werden. Wir gehen davon aus, dass hier die Erfahrung der Schulpartner
bei der Expertise berücksichtigt werden wird", betont Lefebre weiter.

Die Anliegen der Schüler müssen im Mittelpunkt der Diskussion liegen.
Eine Anpassung der Höchststrafe für anhaltende Schulpflichtverletzung
ist wichtig, jedoch braucht es darüber hinaus auch weitere Maßnahmen.
Eine Sensibilisierung zum Thema Schulpflichtverstöße muss in den
Bereichen Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und in der Schulleitung
stattfinden, sowie eine kontinuierliche Förderung der
Klassengemeinschaft geschaffen werden. "Es ist wichtig, dass auf die
individuelle Situation der Schüler Rücksicht genommen wird",
argumentiert Lefebre abschließend.

Die Schülerunion ist die größte Organisation für Österreichs Schüler.
Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um die Anliegen in ihren
Schulen durchzusetzen. Schul- und länderübergreifende Forderungen
bringt die Schülerunion dann in der Landes- bzw.
Bundesschülervertretung (BSV) ein. 23 von 29 Schülerunions-Mandate in
der BSV beweisen, dass 80 Prozent der Schüler hinter den
Vorstellungen der Schülerunion stehen.

Rückfragehinweis:
Österreichische Schülerunion
Jim Lefebre, Bundesobmann
Tel.: 0664 960 15 70, Mail: [email protected]

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