StR Ludwig: 110 Wohnungen in Europas größter Passivhaussiedlung übergeben
Bereits über 500 Wohnungen in "Eurogate" fertiggestellt
Wien (OTS) - Das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) ging mit
dem Projekt "Passivhaus Plus" von Architekt Adolf Krischanitz im
Bauträgerwettbewerb für die Aspanggründe als einer der Sieger hervor.
110 Wohnungen wurden heute, Mittwoch, von Wohnbaustadtrat Michael
Ludwig, Bezirksvorsteher Rudolf Zabrana und den ÖSW-Vorständen
Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller an ihre MieterInnen übergeben.
Damit sind bereits 501 der 707 geförderten Wohnungen - mit dem
freifinanzierten Wohnbau sind es 804 Wohneinheiten - von Europas
größter Passivhaussiedlung "Eurogate" errichtet,
Die Stadt Wien unterstützte den Passivhaus-Neubau bei
Gesamtbaukosten von ca. 17,5 Mio. Euro mit Fördermitteln im Ausmaß
von rund 6,5 Mio. Euro. Mit "Eurogate" baut die Stadt Wien ihre
führende Position im Passivhausbau weiter aus. In die Errichtung
dieser besonders ökologischen Siedlung auf den Gründen des ehemaligen
Aspanger Bahnhofes fließen Wohnbauförderungsmittel der Stadt im
Gesamtausmaß von rd. 40 Millionen Euro. Wien ist Weltmeister im
mehrgeschossigen Passivhausbau. Projekte mit rund 2.000 Wohneinheiten
sind bereits realisiert. Bauvorhaben mit etwa 2.600 Wohneinheiten in
Passivhausbauweise befinden sich in Bau oder Planung.
"Diese Passivhauswohnanlage ist ein Vorzeigeprojekt, das besten
Wohnkomfort mit hohen ökologischen Standards verbindet. Im
geförderten Wohnbau Wiens widmen wir ökologischen Aspekten seit
vielen Jahren höchstes Augenmerk. Denn nicht nur Klima- und Umwelt
werden dadurch entlastet, sondern die niedrigen Heizkosten schlagen
sich auch sehr positiv in den Haushaltsbudgets der Bewohnerinnen und
Bewohner nieder. Die große Nachfrage macht deutlich, dass
ökologisches Wohnen bei den Wienerinnen und Wienern voll im Trend
liegt", führte Stadtrat Ludwig aus.
"Von Wien Mitte bis hin zum Media Quarter Marx zeigt sich die
Landstraße als sehr dynamischer Bezirk. Mit Eurogate gewinnt die
Landstraße als beliebter Wohnbezirk weiter an Bedeutung. Ökologisches
Wohnen, das höchsten Ansprüchen genügt, und die fantastische Lage in
unmittelbarer Nähe des neuen Hauptbahnhofes und zur Innenstadt
zeichnen dieses Projekt besonders aus", hob Bezirksvorsteher Zabrana
hervor.
ÖSW-Vorstand Pech bei der Übergabe: "Mit der Umsetzung des
Passivkomforthauses soll ein wesentlicher Beitrag zur Akzeptanz des
Passivhausstandards im mehrgeschossigen Wohnbau geleistet werden. Das
ÖSW stellt mit diesem Projekt einmal mehr seine ökologische
Verantwortung unter Beweis." ÖSW-Vorstand Wahlmüller ergänzte: "Es
liegt uns nicht nur am Herzen, schöne Bauwerke zu errichten - wir
möchten unseren Mietern durch unser durchdachtes Facility Management
Konzept auch eine umfangreiche Betreuung bieten."
Das ÖSW überzeugte zusammen mit dem Architekturbüro Krischanitz
die hochkarätig besetzte Jury beim vom wohnfonds_wien ausgelobten
Bauträgerwettbewerb mit seinem Passivhaus Plus. Zentrales Element in
der Entwicklung des Projekts "Passivhaus Plus" war die ökonomische
Effizienz der Gebäudehülle und der haustechnischen Anlagen. Die
kompakte Baukörperform sowie die optimierten Fensterflächen tragen
zur Minimierung von Wärmeverlusten bei. Zudem wurde die Be- und
Entlüftung der Wohnungen mittels kontrollierter Wohnraumlüftung
geplant. Besonders hervorzuheben ist die natürliche Erdkühlung für
besonders der Sonne ausgesetzte Dachgeschoßbereiche.
Die Wohnungen Das Projekt mit einer Wohnnutzfläche von rund 10.000 m2 umfasst 110 geförderte Mietwohnungen mit Eigentumsoption. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 60 und 106 m2. Die Geschosswohnungen zeichnen sich durch flexible Mitgestaltungsmöglichkeiten und großzügig dimensionierte Wohnküchen mit davorliegenden Freiräumen wie Loggien, Balkonen und Terrassen aus. Alle Wohneinheiten werden durch natürlich belichtete Stiegenhäuser erschlossen. Die Querdurchlüftung jeder Wohnung sichert einen hohen Wohnkomfort.
Die beiden parallel situierten Baukörper entlang der Straße und
entlang des im Süden gelegenen Parks werden durch einen Grünraum
verbunden. Diesen durchzieht ein leicht terrassierter Hügelzug, der
mit seinen lockeren Baumpflanzungen Distanz zwischen den Baukörpern
schafft und den Erdgeschoss-Wohnungen Intimität sichert.
Für die 110 geförderten Wohnungen betragen die Eigenmittel ca. 470
Euro/m2, die monatliche Miete beginnt bei ca. 6,80 Euro/m2 (inklusive
BK und USt.).
Infrastruktur Der neue Stadtteil Eurogate ist sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen und kann mit der Flughafenschnellbahn S 7 (Station St. Marx), mit den Schnellbahnlinien S 1, S 2, S 3 und S 15 (Station Rennweg) sowie mit den Straßenbahnlinien 18 und 71 (Stationen Landstraßer Hauptstraße/Rennweg und St. Marx) gut erreicht werden. Die Buslinie 74 A bindet das Gebiet an das Zentrum Landstraßer Hauptstraße an. Eine zusätzliche Standortaufwertung wird sich durch die Errichtung der U-Bahn-Linie U2-Süd mit einer Station im Kreuzungsbereich Landstraßer Hauptstraße/Rennweg ergeben. Die Erschließung für den Individualverkehr erfolgt großräumig über die A 23 Südosttangente, den Landstraßer Gürtel, die Landstraßer Hauptstraße bzw. den Rennweg und die Schlachthausgasse, kleinräumig über die Aspangstraße bzw. über eine neu zu errichtende Straße. Neben der bestehenden Nahversorgungs-Infrastruktur ist östlich des Planungsgebiets im Kreuzungsbereich Landstraßer Hauptstraße/Rennweg ein Einkaufszentrum geplant. Ein vielfältiges Schulangebot für alle Altersstufen, Kindertagesheime sowie Arztpraxen tragen zur hohen Standortqualität bei.
Die ÖSW-Firmengruppe Die ÖSW AG steht an der Spitze der ÖSW-Firmengruppe, die über mehr als 25 Beteiligungen verfügt und ca. 50.000 Wohneinheiten verwaltet. Damit ist der Konzern der größte private gemeinnützige Bauträger in Österreich. Neben dem Wiener Markt ist das Österreichische Siedlungswerk schwerpunktmäßig in Niederösterreich, Salzburg und Kärnten tätig.
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01/4000-81277
christian.kaufmann@wien.gv.at
Daniela S. Fiedler
Diplom-Medienwirtin (FH)
ÖSW AG
Tel.: 01/401 57-606
daniela.fiedler@oesw.at














