• 22.02.2012, 08:09:56
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Warum das Volksbegehren "Stopp dem Pensionskassenflop" wichtig ist

Fachverband der Pensionskassen streut seinen Opfern Sand in die Augen

Wien (OTS) - Angesichts der in der Tagespresse vom 21.2. teilweise
gebrachten Berichte über die österreichischen Pensionskassen muss zum
wiederholten Male auf die wahren Probleme hingewiesen werden.

Schönfärberei 1: Zwei von drei Beziehern einer
Pensionskassen-Rente wird heuer wegen der schlechten
Börse-Entwicklung im Vorjahr ihre Firmenpension gekürzt - der dritte
Bezieher bekommt eine leistungsorientierte Pensionskassenpension,
d.h. der ehemalige Dienstgeber trägt die Verlustdifferenz, also kein
Erfolg der Pensionskasse!

Schönfärberei 2: die Performance der überbetrieblichen
Pensionskassen 2011 wird durchschnittlich mit 3 Prozent Minus
dargestellt. Wohlweislich verschwiegen wird: zum Minus muss noch der
sogenannte Rechnungszins dazugerechnet werden (beim überwiegenden
Teil der Pensionskassenopfer zwischen 3,5% und 6,5%): das echte
Minus, also die Pensionskürzung liegt somit zwischen 7% und 10% - und
das erst brutto!

Schönfärberei 3: Da die längerfristige Performance der
Pensionskassen katastrophal ist, seit 2000 etwa 1% unter dem
Mindestrechnungszins, was Bruttopensionsverluste zwischen 1% und 4%
im Jahresschnitt verursacht hat, operiert man seit Neuestem mit dem
Durchschnitt der letzten 3 Jahre - mit durchschnittlich 4% (brutto!)
zwar nicht berühmt, aber immer noch ein Verschleierungsunfug: etwa
bei der Hälfte der Pensionskassenopfer bewirkt dieser Schnitt ein
Pensionsminus von bis zu 3% im Jahresschnitt!

Schönfärberei 4: Ende 2011 verwalten die Pensionskassen 15,46 Mrd
Euro, "ein Plus von 3,8%". Angesichts der laufenden Beiträge für rund
700.000 Aktive eine unverantwortliche Verschleierung der 2011
verschuldeten Kapitalvernichtung von etwa 1 Mrd. Euro.

Die Lüge von den "Altverträgen": Mit einem Rechnungszins von 5,5%
und mehr sind nicht nur 12.600 Pensionsbezieher geschädigt, sondern
genauso rund 300.000 noch Aktive, die in ebendiesen Verträgen
gefangen sind. Denen wird jedoch von den Pensionskassen laufend Sand
in die Augen gestreut, indem im jährlichen Kontoausweis die Höhe der
aktuell zu erwartenden Pension diskret verschwiegen wird - das böse
Erwachen kommt erst bei Pensionsantritt!

Deshalb unser Appell an alle knapp 800.000 Pensionskassenopfer und
deren Angehörige: Unterstützen Sie das Volksbegehren gegen den
Pensionskassenflop! Details dazu entnehmen Sie der Website
www.stoppdempensionskassenflop.at !

Rückfragehinweis:
Franz Gruber
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 1 924 43 87

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