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Falter: Rumpolds Ex-Sekretärin erhebt schwere Vorwürfe

Eurofighter-Lobbyisten soll Scheinrechnungen ausgestellt und Geld im Kuvert überreicht haben

Wien (OTS) - Die Wiener Wochenzeitung Falter berichtet in ihrer
morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe über neue Ermittlungsergebnisse der Justiz im Korruptionssumpf rund um das BZÖ. Wie Einvernahmeprotokolle zeigen, dürfte auch der Eurofighter-Lobbyist und Parteiwerber Gernot Rumpold ("Haiders Mann fürs Grobe") und seine damalige Frau Erika in die Telekom-Schmiergeld-Affäre involviert gewesen sein. Die beiden bestreiten die Vorwürfe. Die Justiz führte bei den Rumpolds bekanntlich eine Hausdurchsuchung durch, weil das Lobbyisten-Paar "von dritter Seite" belastet wurde.

Dem Falter liegt nun das Einvernahmeprotokoll von Rumpolds Sekretärin Natascha R. vor. Sie belastet Rumpold und dessen Ex-Frau Erika, die mit ihrem Mann rund um den Eurofighterdeal sechs Millionen Euro für "PR-Leistungen" kassierte, massiv. Ihr ehemaliger Chef teilte sein Büro (100% Communications) mit jenen BZÖ-Werbern, die Telekom-Parteispenden mit Scheinrechnungen für das BZÖ kassiert haben wollen.

Die Sekretärin Rumpolds gab den Korruptionsermittlern tiefe Einblicke in das Reich der Rumpolds. Scheinrechnungen seien von Erika Rumpold persönlich diktiert worden. Lästiges Hinterfragen dubioser Honoraren sei der Sekretärin verboten worden. Es seien "Aufträge" verrechnet worden, erinnert sich Natascha R., für die Rumpolds Agentur "keinerlei Tätigkeiten vorgenommen hat."

Fünfeinhalb Stunden lang berichtete Frau R. den Korruptionsbehörden über die "Umwege" über die Gelder ausbezahlt worden seien. Sie erzählte von einem Bürosafe, in dem "oftmals sehr viel Bargeld in unterschiedlichsten Höhen lag". Dicke "Geldkuverts" habe sie verwahren müssen, "aufgrund deren Stärke ich davon ausgegangen bin, dass es eine größere Summe sein musste". Das Geld sei "einigen Personen, über welche Interventionen vorgenommen wurden" ausbezahlt worden. Die Sekretärin habe ihren Job übrigens gekündigt, nachdem immer mehr "russischstämmige Personen" bei den Rumpolds vorstellig wurden.

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