• 21.02.2012, 15:21:52
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AKNÖ: Fördern, nicht strafen

13.500 Jugendliche in Niederösterreich ohne Ausbildung

Wien (OTS) - Kritik zu den Plänen, jugendliche Schulschwänzer mit
einem Betrag von 1.500 Euro zu bestrafen, kommt von der
Arbeiterkammer Niederösterreich. "Wir setzen auf gezielte
Förderprogramme für die Jugendlichen", stellt AKNÖ-Direktor Helmut
Guth klar und fordert zusätzlich auch die Stärkung des
Verantwortungsbewusstseins der Eltern.

In Niederösterreich sind derzeit 13.500 Jugendliche zwischen 16 und
24 Jahren weder in einer Ausbildung, einer Beschäftigung oder in
einer Maßnahme des AMS. Damit liegt das Bundesland österreichweit an
drittschlechtester Stelle. Die AKNÖ kennt das Problem, hält aber
nichts von existenzbedrohenden Strafen. "Sie sind wirkungslos oder
führen Betroffene, die meist aus sozial schwachen oder
problematischen Verhältnissen kommen noch tiefer in das Problem", so
AKNÖ-Direktor Helmut Guth. Stattdessen sei jetzt die Politik
gefordert, sich überzeugende Formen zu überlegen, wie Eltern stärker
auf ihre Verantwortung hingewiesen werden können. Guth: "Gerade den
Eltern muss klar sein, dass sie die wichtigste Rolle für den
Bildungs- und Lebensweg ihrer Kinder spielen."

Die AKNÖ ist in dieser Hinsicht schon lange aktiv, sei es durch
Eltern-Infoabende - auch und speziell für MigrantInnen - über
Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder oder mit einem mehrsprachigen
DVD-Informations-Projekt über das österreichische Bildungssystem.

Jugendcoaching rasch umsetzen

Der AKNÖ-Direktor erinnert in diesem Zusammenhang auch an den
Beschluss der Arbeiterkammer-Vollversammlung im November des
Vorjahres, bei der die rasche Umsetzung des Projekts "Jugendcoaching"
eingefordert wurde. Denn der richtige Ansatz zur Lösung des Problems
kann nur in der Präventivarbeit liegen, mit dem Ziel, Jugendliche zu
motivieren, eine weiterführende Ausbildung zu beginnen oder eine
Arbeit aufzunehmen. "Wir hoffen, dass das Jugendcoaching auch in
Niederösterreich ab Herbst 2012 endlich umgesetzt wird. Dafür steht
die Arbeiterkammer jederzeit mit ihrer Expertise zu Verfügung", so
AKNÖ-Direktor Helmut Guth.

Rückfragehinweis:
AKNÖ, Günter Kastner
Tel.: 01/58883-1866

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