- 21.02.2012, 14:47:06
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Schneeberger zu Schiefergas: Es führt kein Weg an einem verpflichtenden UVP-Verfahren vorbei
In einem Dringlichkeitsantrag wird der Vorstoß von Landeshauptmann Dr. Pröll unterstützt - Schutz von Menschen und Natur steht an erster Stelle
St. Pölten (OTS/NÖI) - "Es führt kein Weg an einer verpflichtenden
Umweltverträglichkeitsprüfung für Schiefergas-Projekte vorbei. Daher
haben wir einen Dringlichkeitsantrag mit dieser Forderung für die
kommende Landtagssitzung eingebracht und unterstützen damit den
Vorstoß von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Denn damit wird
sichergestellt, dass alle Fakten rund um den geplanten Abbau auf den
Tisch kommen. Erst dann ist eine ernsthafte Diskussion über einen
denkbaren Abbau möglich. Doch eines steht auf alle Fälle fest: Die
Gesundheit der Weinviertlerinnen und Weinviertler und der Schutz des
Trinkwassers und der Umwelt müssen bei allen Überlegungen rund um
dieses Thema an erster Stelle stehen", erklärt VP-Klubobmann LAbg.
Mag. Klaus Schneeberger.
"Auch wenn es ökonomische Gründe gibt, die den Abbau von
Schiefergas rechtfertigen würden, derzeit gibt es einfach zu viele
Unsicherheiten bei den bestehenden Verfahren. So zeigen die
Erfahrungen aus den USA, wo seit 2005 verstärkt auf die Gewinnung von
Schiefergas gesetzt wird, dass es mit den aktuell bekannten
Gewinnungsmethoden dramatische Auswirkungen auf die Umwelt und das
Trinkwasser - und damit auf die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger
gibt. Da bei uns in Niederösterreich der Schutz von Mensch und Natur
an oberster Stelle steht, ich erinnere daran, dass der Schutz des
Trinkwassers sogar in der Landesverfassung festgeschrieben ist, darf
die Gewinnung von Schiefergas keine negativen Auswirkungen auf die
Gesundheit der Weinviertlerinnen und Weinviertler oder massive
Eingriffe in die Natur mit sich bringen", stellt der VP-Klubobmann
fest.
"Bisher war das umstrittene Gewinnungsverfahren "Fracking" laut
Mineralrohstoffgesetz nur anzeigepflichtig. Das widerspricht aber
unserem hohen Ansprüchen in Sachen Sicherheit von Mensch und Natur.
Daher ist ein verpflichtendes UVP-Verfahren unbedingt notwendig um
schon im Vorfeld alle Gefahrenquellen bei dieser Gewinnungsmethode
aufzeigen zu können. Denn eine Verunreinigung des Trinkwassers oder
gravierende nachhaltige Einschnitte in die Landschaft des
Weinviertels stehen in keiner Relation zum Nutzen durch den Abbau von
Schiefergas", so VP-Klubobmann Schneeberger.
Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020
www.vpnoe.at
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