- 21.02.2012, 12:32:06
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Steindl: Berlakovich und Schultes verhindern gerechte Steuerreform
25-prozentige Umwidmungsabgabe ist ein Landwirteprivileg
St. Pölten (OTS) - "Rechnungslegungspflichtige Landwirte zahlen
nun um ein Viertel weniger Abgaben für Umwidmungsgewinne. Das zeigt
einmal mehr, dass Landwirtschaftsminister Berlakovich und NÖ
Bauernbund-Obmann Schultes nur die Gewinne der Großbauern schützen
wollen - Steuerrechtsexperte Univ. Prof. Werner Doralt sieht darin
sogar einen Kniefall vor den Bauern", so der SPÖ NÖ
Landesgeschäftsführer Günter Steindl. Er sieht es natürlich als
gerechtfertigt an, dass jetzt auch die Landwirte mit einem
Einheitswert unter 100.000 Euro für die Gewinne aus dem Verkauf von
Grundstücken 25 Prozent Abgaben leisten müssen, aber, "wenn alle
ihren Beitrag zu einem Sparpaket leisten, kann es nicht sein, dass
wieder einmal eine bestimmte Gruppe von den Leistungen zur
Konsolidierung ausgenommen ist", so Steindl. Richtig wäre es laut
Doralt gewesen, solche Gewinne, genauso wie andere Wertsteigerungen
im Betriebsvermögen mit dem Normalsteuersatz zu versteuern.
Rechnungslegungspflichtige Landwirte hätten bisher bis zu 50 Prozent
Steuern für Umwidmungsgewinne leisten müssen, jetzt sei dieser Betrag
auf 25 Prozent gesenkt worden. "Berlakovich und Schultes sollen den
kleinen Landwirten einmal erklären, warum Großbauern, die hohe
Subventionen aus den Fördertöpfen des Landes, des Bundes und der EU
beziehen, auf einmal noch höhere Gewinne einstreifen dürfen", so
Steindl: "Die beiden wollen offenbar nur den Besitz der ohnehin schon
Reichen wahren und ein Landwirteprivileg festschreiben lassen - ihnen
fehlt das Fingerspitzengefühl für eine gerechte Steuerreform!"
Rückfragehinweis:
SPÖ-Niederösterreich Mag. Gabriele Strahberger Pressereferentin/Medienservice Tel.: 02742/2255/121 mailto:[email protected] www.noe.spoe.at
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