Karas zu Griechen-Hilfspaket: "Mit Geld allein ist es nicht getan"
EU-Parlamentsvizepräsident fordert Erfolgsbilanz der bisherigen Maßnahmen
Brüssel, 21. Februar 2012 (OTS) Der Vizepräsident des
Europäischen Parlaments, Othmar Karas, begrüßt die
Einigung auf das zweite Hilfspaket für Griechenland.
"Endlich ist die Phase der Unsicherheit beendet. Jetzt
müssen wir in Griechenland reformieren, sparen und
investieren", so Karas heute in Wien. Mit Geld allein
könnten die politischen Fehler der letzten 30 Jahre in
Griechenland aber nicht behoben werden. "Der politische
Wille in Griechenland zu grundlegenden Reformen ist die
Voraussetzung, dass die Gelder, die jetzt fließen,
nützen", so Karas. Die griechische Politik solle sich ein
Beispiel an Italien nehmen. ****
Gleichzeitig stellt Karas klar, dass der Euro-
Rettungschirm aufgestockt werden müsse: "Der Krisenfonds
muss eine glaubwürdige Höhe haben. Wir brauchen einen
Schutzwall, der der Größe und der Bedeutung des Euro-
Währungsraumes entspricht". Karas erwartet, dass beim EU-
Gipfel Anfang März eine Beschleunigung der Einzahlung von
Kapital in den Krisenfonds ESM beschlossen werde.
"Vielen geschieht - nicht nur in Griechenland - zu
wenig und nicht rasch genug. Das darf aber den Blick auf
die Erfolge im Kampf gegen die Staatsschuldenkrise und
die Verschuldung einzelner Länder nicht verstellen",
betont Karas. Aus Verantwortung gegenüber der
Öffentlichkeit sei es deshalb notwendig, eine
"Erfolgsbilanz" der bisherigen politischen Aktivitäten
und Maßnahmen seit Beginn der Finanzkrise vorzulegen.
"Wir sind jetzt viel weiter als vor einigen Monaten. Dies
muss deutlicher aufgezeigt werden. Nur die Tat
motiviert", so Karas abschließend.
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Daniel Köster M.A.,
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